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Benjamin Hederichs Gründliches Antiquitäten-Lexicon : worinne die merckwürdigsten Alterthümer der Jüden, Griechen, Römer, Teutschen und ersten Christen ... beschrieben
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1091-1092
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fönen zu einem c). Die man da Weinsteckte , hiessen Ergastuli d) , wie Erga *stulariut, der Gardian oder Aufseher überdergleichen koch e). Weil aber Geitzund Bosheit endlich so weit girng, baßman auch Reisende und andere ehrlicheLeute auffieng, und sie in dergleichenOerter steckte, ohne daß jemand wüste,wo sie hingekommen waren, indem mansie von dar nicht wieder an das Tage«Licht kommen ließ f), suchte sie Hadria-nus abzuschaffen g), wenigstens der Pri-vat - Personen ihre, noch mehr aber dochTheodosius M. h), zumahl auch dergantzcn Rcpublic wohl «he Unheil undGefahr gnug daher entstanden, da re-bellische Leute selbige erbrachen, die Ein-gesperreten heraus liessen, bewehrten,und gantze Armeen davon aufdie Beinebrachten, wie J. C. Athenio i), Eunus k),Sex. Pompeius thaten 1 ), auch aus denKetten und andern Werckzeugen sichWaffen schmiedeten m).

a) Plutarch. in Graccb. Cellar, Antiq.

Rom. Seil. III. c. 7.

b) luuenal. Sat.XIIII.v. 24. Li v.lib.

VII. cap. 4.

c) Appul. Apolog. ap. Cellar. /. e.

d) Lipsi Eleä. lib. II. c. ,s.

«) Colum. lib. I. c. 8. Lipf /. c.

f) Suet. Aug. c. 32. Tib. c. 8.

g) Spartian. Adrian, c. j8.

h) Salmas ad Spartian. I. c.

!) Flor. lib. III. c. p.

k) Id. I. c. cap. 19.

l) Id. lib. ////. c. 8.

ra) Id. lib. III. c. 20.

Esquilise, s. Exquili*.

Esquilina Tribus, f. Tribus.

Elquilinus Mons , f. Mons.

ESSAEI, s EfTeni, Sie Eflaer,

waren eine der ; vornehmsten Geckender Jüden, nehmlich mit den Pbarifaser» und SaSvucaern, Sie sollen denRahmen von dem Syrischen Worteafa, heilen haben, weil sie sich sonder-lich der Artzney. Kunst mit beflieffen a),und daher auch oftmahl die MännerBifXTrtuTuI > die Weiber aber ©»f«T»vTii'«sollen genannt worden seyn b); wogegenandere ihren Nahmen von cbaßb, ülu\t,herleiten, weil sie sich gern an einsamenund stillen Oertem aufgehalten; oder

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auch noch liebervE Griechisch«» ; ri t

heilig, weil sie sich der Heiligkeit inson*berheit beflieffen c). Einige wolle»,daß sie von den Rechabiten entstunte d);allein sofern unrecht, als dies« dem Ur.sprunge nach keine Jüden, sondern Ke.»wer gewesen sind «): vielmehr sind sieentstanden, da wegen des AntiochiEpiphanis Tyramrey sich viel« in dirEinöden flüchteten, »b ihrer wohl erstunter dem Hyrcano f), oder auch des.sen Enckrl, dem Aristobulo, Meldunggeschiehet, da des Essäers, Juda, ge<dacht wird g), der also ungefehr 100Jahr vor Christi Gebührt, oder auchhöchstens noch 50 Jahr vorher gelebeth).Da sie aber dennoch wenigstens bis aufChristum gewahrt i), fraget es sich voneinigen, wie es komme, daß ihrer imNeuen Testamente so gar nicht gedachtwerde? Und geben einige zur Ursche,weil ihrer eben nicht viel, sondern inallen etwa» 4O0Q, und darzu in allenStädten zerstreuet gewesen; aubey siesich stille, mäßig und bescheiden aufge-führet, mithin sich an Christo und denJüngern nicht gerieben hatten, obwohlsonst Paullus ihre Lehr«Satze hin undwieder deutlich gnug widerlege k). In-dessen aber unterschieden sie sich doch inTheoreticos und Prailicos 1 ), wie auchittu»>»x*f und «ttußlts m). Ihre kehr«Satze kamen vornehmlich darauf an, daßalles von Gottes Providcnz dependireldaß GOtt nicht sowohl mit Opfern, alseinem reiuen Hertzen zu verehren; daßman sich vonEidschwüren,und derKauff-Mannschaft zu enthalten; die Gütherge-mein haben; den Obern und Allen ge-horsam seyn. und alle Wollüste meidensolle n); wobey sie sich auch des Weinsenthielten, und allein Wasser trunckcn;einsame Oerter liebeten; sich in der Mar-ter, wegen der Religion, sehr standhafterwiesen 0); meist weiß giengen; beymBethen sich gegen die Sonne wendeten;den Sabbath aufs genaueste hielten;nicht so leicht hryratheten, oder, dasiees auch thaten, dennoch die ersten 4 Jahrihrer Ehe bey der Frau nicht schliefen,vielweniger mit ihr was zu thun Hattm,wenn sie schwanger war, als die sie nichtder Wollust halber, sondern nur ^ r { ®^

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