Druckschrift 
Benjamin Hederichs Gründliches Antiquitäten-Lexicon : worinne die merckwürdigsten Alterthümer der Jüden, Griechen, Römer, Teutschen und ersten Christen ... beschrieben
Entstehung
Seite
1057-1058
Einzelbild herunterladen
 

1057

E P H

\

E P H

#1*

to*,»

fljffyoji

®¥ taoitttaw

"«(itii

;<iu,©Sintii*

«Hins;

t£ genannt ., e'iic r« iras xfi<psrl ft» lpi m

A?>«/ XVTOif rtfi rtj< xgitrtuf C).

a ) Lamb. Bos Antiqu. Gr. P. II. c. u,per integr. PfeifF. Antiqu. Gr. lib.II. c. 2(9. Marsham Can. Cbron. See»cui. XVIII. p. 640. & 6)i.

b) Phanodemus af. Suid. inEiri xuX-

Xst^lu.

c) Clitodemus af. eumd. 1 . C.EPHIPPIA waren ehemahls nur

Decken, die man aufdie Pferde legete-);wogegen die höltzernen und mit Lederüberzogenen Gerüste, wie man sie itzo hat,und Sattel nennet, den Alten sofern un-bekannt waren, daß man nirgend einigeSpur weder aufMüntzen, noch an denStatuen, noch sonst wahrnimmt. In-dessen aber sollen doch die Teutschen dieRömer verachtet haben, weil sie sich derEphippiorum bedienet b) ; allein daßauch solches doch nur Decken oder Reit-Küssen gewesen, stehet allerdings zumukhmassen.

a) Non. Cup. II. n. 3/2.

b) Cses de B. G. lib. IIII. c. 2.

OVOffiS

i«r

iSiSG*

'im»

ich«!

(4J(T»

Sjfttwto

ii#»**

jieif*'

:(t(>

yrjt

EPHOD, oder der Leib - Rock,war ein Theil der hohen-pricsterlichenKleidung, welches über alle andere an-geleget wurde. Es bestund aus Gold,weiß, Himmel - blau, Purpur undScharlach, und war der Zeug darzu so-fern 28 dratig, daß ein Gold-Faden oderDrar vielmehr, mit 6 weiften Fäden, derandere mit 6 blauen Faden, der drittemit 6 Purpur-Fäden und der vierdtemit 6 Scharlach-Fäden umwundenwar, daher also 28 Faden kamen a).An sich aber gierig dieser Leib - Rock bisetwas über die Hüften des Hohen Prie-sters, hatte anbey Ermel bis fast an denEllbogen, und vorn auf das Drust-Schildlcin. Auf den Achseln wurde ermit 2 güldenen Spangen befestiget, aufdenen wieder 2 grosse Sardonicher, odernach andern. Smaragde stunden, in de-ren jeden 6 Nahmen der Söhne Jacobseinzegraden waren b). Andere zwarbeschreiben solches Ephod auch »och an-ders ; allein wenigstens ist doch nichts ge-wissers, als anberegtes, davon zu erwei-sen, mau wolle denn mit vielen keine Er-mcl daran zugestehen c). Wenn aberauch andere ihre Epbeds getragen haben

1058

sollen, ist solches von gantz andern Ober«Kleidern, als des Hohen-Priesters sei-nem zu verstehen d).

a) Maimon. «/».Hottinger. ad Goodw.Mof & Aar. lib. I. c. 5. §. 7. Lund.lud. Heiligtb. lib. III. c. f. n. /8.

b) lken. Antiqu. Hebr. P. I. c. 10. §. 16,

c) Lund. I. c. Nicolai ad Sigon. deRep. Hebr. lib. V. c. 2 ,p. 42/.

d) Rdand. Antiqu. Vet . Hebr. P. II.c. /. §. /0.

EPHORI waren zu Lacedamon einMagistrat, der insonderheit Acht habensolke, daß sich die Könige nicht zu abso-luten Herren machten, oder auch die an-dern Obrigkeitlichen Personen allzu hoch»müthig und strenge würden. Es setzteden ersten, Elatum, selbst der KönigTheopompus ein a), ob es wohl andereschon dem Lycurgo zuschreiben b). DieUrsache ihrer Einsetzung soll auch gewe-sen seyn, daß sie der Könige Stelle ver-sehen sotten, da diese wider die Messe-rn« zu Felde lagen. Wenigstens abergiengen sie doch gar bald in ihrer Gewaltso weit, daß sie endlich beynahe Hedrenallein zu Lacedamo-, wurden. Ihrerwaren 5, unter denen der oberste unterihnen E**>vrtof hieß, und währete ihrRegiment auf einmahl 1 Jahr, welchessie ordentlich im Sommer anfiengcn c).Von dem Eponymo bekam das Jahrden Nahmen, wie zu Athen von demArellonre, oder zu Rom von den Bür-germeistern, und soll der erste disfallsChilon, einer der 7 Weisen gewesen seyn«Sie wurden von dem gesamten Volckeerwehlet, ohne Absehen aufeines Standoder Vermögen; daher oft sehr geringeLeute darzu kamen. Ihr Rath-Haushieß tz '.tpofmi , und stund am Marckke,worinue sie auf ihren 5 Stühlen fassen,und über alles, was das Regiment an»gieng, Rath hielten, den Bürgern Rechtsprachen, die gemeine Lada verwalteten,und selbst auch die Könige vor sich fodcr-ten und zur Verantwortung ihres Thunsanhielten, sie auch, wie alle die ander»Obrigkeitlichen Personen, in Arrest le-gcten, sie absetzten, und auch gar am Le-ben strafeten. Weil sie sich aber ihrerGewalt also allzusehr überhoben, und sogut als 5 Tyrannen der Stadt anzuse»L l den