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Benjamin Hederichs Gründliches Antiquitäten-Lexicon : worinne die merckwürdigsten Alterthümer der Jüden, Griechen, Römer, Teutschen und ersten Christen ... beschrieben
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Seite
975-976
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975 DII

sten immer aufs neue wieder mit miniomablete b).

a) Varr ap. Nun. lib. ////. n. 395. Plin,II. N. lib. XXXIII. C.7.

b) Turneb. Adv. lib. XXVIIII- c. 28.

DU natalitü waren insonderheit Iup-

pitcr und funo, nebsi dem Neptuno,weil auch dieser mit der erfoderten Feuch-tigkeit die Gebührt befördern solle, unddaher unter dem Nahmen des Neptuninatalnü (r« ynsSxlg') inson-derheit zu Lacedamon mit verehretwurde.

Paulan. Lacon, cap. ,7. Bai tholin. dePuerper. vet. pag. 77, Tomalin. deDonar. cap. p.

Dii nixii wurden angeruffen, wennes mit der Gebührt eines Menschen harthielt. Es waren von ihnen 3 Statuen,so vor dem Stuhle derlVlineruseaufdenKnien fassen , zu Rom auf dem Capitoliozu sehen, welche M. Adlius mit ausAsien gebracht und dahin setzen lassen.

Festus in Nixii Dii; ßartholin. dePuerper. vet. c. 24. Gyrald. Synt.Deor.l.p. 4 q. Struv. Antiq. Rom.

C. I p. Jfs.

Dii muenjiles wurden von den Sabi-nern mit nach Rom gebracht und ihnen,auf des Königs Tatii Gelübde, da einTempel erbauet. Den Nahmen nachsollen es Götter heissen, die nur neu-jichst ( nouijjime ) mit unter die Zahl derGötter aufgenommen worden; oder auchso Viel als nouenßdes i. e. rebus nouan-dis praesides heissen, und waren selbigeHercules, Veßa , Salus, Fortuna , Fortund Fides.

\att. 4 e LL.lib, Jlil. c.i 0. Gyrald.Synt. Deor.l. p. 2 q. VofT Etymol,in Noueniiles; Struv. Antiq. Rum.cap. l.p. 68. Salmaf ad Spartian.Adrian, c. /4.

DU nuptiales waren luppiter , luno,Venus, Suada und Diana a), denen manseine Gelübde that, daß eine Ehe wohlgerathen solle b).

a) Plutarch. Quaß. Rom. n. 2.

b) Turneb. Aduerf Ub.XVIlII.c.iö.Tomasin. de Donar. c.43.

DU Palici waren r Götter, die inson-derheit in Sicilien verehret wurden.Ihr Pater.war IuppUer, ihre Mutter

r>n 97Ö !

Thalia, mt Nymphe, welche, ausFurcht für der luno, wünschte daß sichdie Erde aufthun und sie vcrberqen möch,te, so auch geschahe. Da aber die Kin-der zeitig waren, that sich die Erde wie.der auf, und ließ sie aus sich empor, da-her sie *’*•»' tJ <*«9-«^ den Nahmenbekommen haben sollen.

Macrob. Sät. lib. V. c. >p. Serv. adVirgil. Aen. VIIII. v. 584. Lactant.ad Stat. Theb. lib. XII. v. /f 6 . Gy.rald. Synt. Deor I. p.74.

Dii patellarii hiessen, denen ihr biß-gen Opfer auf einer patella , oder kleinenSchüssel, gebracht wurde, dergleichendie Lares und Penates waren.

Varr. ap. Non. cap. XV n. 6. Plaut.Ciß. AB. II. Sc./. v.40. Tomalin.de Donar. c. 8. Voll! Etymol. inPatina.

DU patrii , ©so) nrdrfiti waren , wel-che in eines Paterlande verehret wur-den a); wie die von eines Dater

und Vorfahren verehret worden warenb); anderweits waren es die, welche dieLiebe der Väter gegen die Kinder, unddieftr gegen jene erhallen sollen c).

a) Virgil. Aen. lib. II. v. 702.

b) Xenoph. ap. Pitisc. b. t.

c) Cic. Verr. /. c. 3.

DU penates waren Götter, welche denHäusern mit vorstunden, s. Lex.Mytbol.in Penates.

DU peregrini waren die Götter derfremden Völcker, dergleichen den Rö-mern anzunehmen in den Legibus regiisverboten war ; hernach aber, da sich de-ren Herrschaft immer mehr und mehr er-weilerte, meyncten sie sich auch um dieGötter anderer Lander verdient zu ma-chen , wenn sie ihnen ihre Ehre erwiesen,damit sie desto eher geschehen liessen, daßsie auch selbige Länder unter ihre Gewalt

brachten a). So fand sich mit derzeitauch so vieles fremdes Volck zu Romein, welches ein jedes seine eigene Göt-ter verehrete, daß es die allgemeine Ru-he erfoderte, sie darbey zu lassen, und.endlich ihnen so gar auch deren öffentlichePerehrung zugestatten b).

a) Csecil. ap. Minut Fei- c. 6.

b) Gyrald. Synt. Deor. I.p.ft, Struv,Antiqu. Rom. c. 2. p. /83.