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Benjamin Hederichs Gründliches Antiquitäten-Lexicon : worinne die merckwürdigsten Alterthümer der Jüden, Griechen, Römer, Teutschen und ersten Christen ... beschrieben
Entstehung
Seite
973-974
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deren Nahmen nicht bekannt waren, weilsie geheim gehalten werden musten; oderauch von deren Gottheit man nicht ver-gewissert war b). Und sind sie dahermit den Ignotis nicht eben einerley, weilman an dieser ihrer Gottheit nicht zwei-feite, ob man sie wohl nicht zu nennenwüste c). Wenn aber einige wollen, dieJüden hatten auch Deum incertum ver-ehret d); so sahen ihn wohl die tumm-köpfichten Poeten dafür an, keineswe-ges aber die gläubigen Jüden.

a) Varr. Rcr. div. bumanar. lib. II.ap. Augustin. de C. D. lib. II. c. / 2.

b) Augustin. I. c.

c) Berchald. de Arac.io.%.t.

d) Lucan. lib. II. v. $qi.

Dii indigetes, s. Indigetes.

Du inferi waren, die in der Hölleoder unter der Erde zu wobnen geglau-bet wurden, als Pluto, Proserpina u. s.f. a), und hielt man sie für implacabilesoder unversöhnlich, weil sieden 5odnie-mand erliesscn b). f. hernach Du Superi,

a) Struv. Antiqu. Rom. c. /. p. 70.

b) Virg .Georg. lib.Illl.v.470.

DU littorales waren Götter, welchedie Ufer des Meers beherrschen soltcn,als Glaucus , Panopea , Ino , Melicertau. a. a). Diesen thaten die Alten ihreGelübde, wenn sie zu Schiffe giengen,damit selbige sie solten die Ufer glücklichwieder erreichen lassen b).

a) Virg. Georg. lib. I. v.437.

b) Id. Aen. lib. V. v. 233. Catull Carm.Illl. v. 22. Ccrda ad Virg. L c.

Dii magici hiessen Pluto, Proserpinaund Hecate, denen man schwache Thiereopferte.

Tib.. lib. I. EI. 1. v. 61. Turneb. Ad-ders lib. XVI c. 4. ap. Pitisc. b. t.

Dii magni waren, welche die größteMacht und Gewalt zu haben geglaubetwurden, als luppiter und luno aj. Ei-nige halten sie für einerley mit den Pe-natibus b), andere hingegen machen ei-nen Unterschied unter ihnen c). Rich-tiger werden also auch zu vorhin benann-ten Noch Neptunus, Apollo, Vulcanus,Pallas u. a. gezehlet d). Indessen deu-ten das Beywort magnus einige auch aufdreyerley Art, als da es erst allen Göt-tern gemein ist e) , hernach nur den 12

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Confentibus; und endlich besonders nurder Opi und Saturno f).

a) Arnob. lib. 1 . p. 10. ap. Pitisc. I. c.

b) Macrob. Sät. lib. III. c. 4.

c) Virg. Aen. lib. III. v.12.

d) Id ibid. lib. Il.v. 622. Cerda adeumd. I. ante c.

e) Catull. Carm. XIIII. v. /2. Ouid.Amor. lib. III. v. 6.

f) Varr. de L. L. lib. Illl. cap. /0. KPasserat. adPropert. ap. Pitisc. b. t.

DU mali waren, welche den Menschennichts, als Böses, erwiesen, und daherauch mit Blut, und traurigen Dingenverehret wurden, daß sie einem nichtschaden solten.

Tabeo ap. Augustin. de C. D. lib. II.cap. 2.

Dii marini , ©*«! tom«, s bxXtti,waren die, so über das Meer oder euchin demselben herrscheten, deren eine un-zehlbarer Menge seyn solte; iedoch wa-ren die vornehmsten Neptunus und Am-phitrite, vor jenem aber noch Oceanusund tVere«/, von denen das Mannsenalles als alt und grau gebildet wurde;manche aber auch von oben als Men-schen, von unten aber wie Fische gestaltwaren, als Glaucus, Triton u. a. a).Man glaubete, daß sie in den Holender Klippen, welche das Meer macht,wohneten b).

a) Gyrald. Synt. Deor. Vp./Oy.

b) Manii, lib. V. v. 42p.

Dii medii waren luno, Didna, Liberu. st. deren Tempel man nach ionischerArt bauen solle.

Victr. lib.l.c.2. ^ adeunt Philanderlib. IIII. c. 3.

DU medioxumi , Gr x-«»,-«, hattenihren Aufenthalt in der Luft oder auf derErde, und also nicht so hoch wie die cce-lesies, noch so tief wie die inferi , son-dern gleichsam mitten inne, woher sieauch den Nahmen bekommen.

Plant. Cift. Aß. II. Sc. j. v. 36. Struv.Antiqu. Rom. cap. I.p. tfp. Gyrald.Synt. Deor. XV p. 437.

Dii miniani wurden die Götter ge-nannt, weil man deren Statuen oderBilder ingemcin roth anstrich a), alswoher auch der luppiter Minianus be-kannt war, dessen Bild man an den Fe.

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