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Benjamin Hederichs Gründliches Antiquitäten-Lexicon : worinne die merckwürdigsten Alterthümer der Jüden, Griechen, Römer, Teutschen und ersten Christen ... beschrieben
Entstehung
Seite
977-978
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DU Phxcafiani waren Götter, derenStamen Pbacaßa eine besondere ArtSchuhe anhakten.

luuenal. Sät. III. v. 21$. tty ad eumGrang. l.c. Baldui n.de Calceo vet.cap. j4.

DU populäres waren Götter, die son-derlich allem Volcke von alten Zeiten herbekannt waren. Ihrer werden sonder-lich 8 gezehlet. als lanus, Saturnus, Or-cus, Genius, Sol, Liber, Tellus und Luna,welche Mit den 12 Conscntibus gleich-sam den grossen Rath der Götter aus-machten.

Struv. Antiqu. Rom. c. I. p. 66. Kip-ping Antiqu. Rom. lib.I. c. /. §. /.

DU priuati waren, welche einige Fa-milien besonders verehreten, und ihnenzu gesetzten Zeiten ihre Opfer brachten.

Liv. lib. V. c. p. Struv. Antiqu.Rom.cap. /. p. 70.

DU proprii waren Götter, die einerfür sich allein erwehlct hatte, und alsseine Schutz - Götter vcrehrete.

Inscripr ver. ap. killte, h. t. Graev.Epiß. f/. qua eft Praf. Tot». V.Antiqu. Rom.

DU publici waren, welche ihre öffent-lichen Tempel, Altare, Priester u. s. f.hatten a), insonderheit aber doch bey denRömern luppiter und Fortuna Watm b).

a) Liv. lib. V. c p.

b) Struv. Antiqu. Rom. c. t. p. 70.

Dii regales , <->»«! ß*trl>iti<tt, waren die

Schutz-Götter gantzerKönigreiche, oderdie doch insonderheit von den Königenderselben verehret wurden.

Iustin. lib. XL c. /7. Plutarch. in A-lexandro.

DU rufticani waren Feld - Götter, dieaber mehr verehret wurden, daß sie nichtschaden, als daß sie was gutes erweisenselten, dergleichen waren Pan, bit Fau-ni, Satyri, Sileni , Nymphen , Tritonesund andere.

Struv. Antiqu. Rom. c. r. p. 6p.

DU jilecii waren 8, nehmlich lanus,Saturnus, Genius, Sol, Orcus, Liber ,Tellus und Luna, welche aus dem übri-gen Haussen ausgelesen und den 12 Con-scntibus beygefüget worden', weil sieauch eine grosse Gewalt haben sollen,

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und mithin auch eine mehrere Verehrungverdieneten, als andere geringere.

Volk Theol. Gentil. lib. I. c. /4. Gy*rald Synt. Deor. I.pag. 20. Struv.Antiqu. Rom. c. /. p. 66.

DU semidei sollen mit himmlischenSeelen unter menschlicher Gestalt gr-schaffen worden seyn, und der Welt vielgutes erwiesen haben a). Sie hiessendaher noch mehr, als die Heroes b),welche doch andere sonst für einerley mitihnen halten.

a) Arnob. lib. II p. py. ap. Pitisc. h. t.

b) Labeo ap. Augustin. de C D. lib.II. cap. /4. Gyrald. Synt. Deor. I.p.jp. Struv Antiqu. Rom. c.j.p.66.

DU semitales waren Götter der Rei-senden , besonders aber doch Mercuriusund die Triuia oder Hecare.

VosT Tbeol. Gentil. lib. VIII. c. //.

DU Jemones waren Götter, die wohlviel gutes geschafft, iedoch aber nochnicht so viel, daß sie damit verdienet,unter die andern Göttern in den Himmelaufgenommen zu werden, wie Priapus,Vertumnus, Hippona U. d. g.

kulgenr Expos. Sertu, ant. n. 2,. Gy-rald. Synt. Deor. I. p. 20. Struv.Antiqu. Rom. c. 1. p. 68.

DU superi, s. waren Götter,

die ihr Wesen im Himmel, oder auf derErde hatten, und von den mfh is sofernunterschieden wurden daß man den Su-peris 3 Altare, den inferis aber nur 2aufrichtete a); bey jenen sich die Opfern-den völlig badeten, bey diesen nur mitWasser bcsprengeten b); jenen weisseOpfer-Thiere in ungleicher Zahl, diesenschwartze in gleicher Zahl geopfert wur-den c); bey jener Opfer die Hände auf-.gehoben und das Gebeth laut verrichtet,bey dieser aber die Hände niedergelassenund das Gebeth heimlich hingemurmeltwurde d); den Superis ihre Opfer beyTage, den inieris aber bey Nacht ge-bracht wurden, und was des Unter-schieds alle mehr war e).

a) Serv. ad Virg. Georg. lib. IIII. vpyo.

b) Macrob. Sät. lib. III. c. 1.

c) Vid. Vißima.

d) Serv. ad Virg. Aen. lib. III.&IULap. Pitisc. b. t.

e) Serv. ibid.

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