Druckschrift 
Benjamin Hederichs Gründliches Antiquitäten-Lexicon : worinne die merckwürdigsten Alterthümer der Jüden, Griechen, Römer, Teutschen und ersten Christen ... beschrieben
Entstehung
Seite
891-892
Einzelbild herunterladen
 

89 »

C V T

CYM

vielleicht solche mercken liessen, daß siedergleichen nöthig hatten, oder der Mannctivan auch ein eifersüchtiger Geckwar.

Tibull. lib. I. Eleg. y. v. p.

Cuttiber, s. Zuttiber.

Cyatbus war ein Maaß fliessenderDinge, und zwar der zwölfte Theil einesSextarii, und wog an Wein und Wasser4j Nutze a). Es war solches das oräi-naire Trinck-Maaß bey den Gelachender Römer, und, wenn sie die Gesund-heit ihrer Freunde, Liebhaberinnen u. d. g.truncken, kam es meist auf so viel Cya-thos an, als selbige Buchstaben in denNahmen hatten b). Und wenn Augu-stus über Gewohnheit einmahl, tranck,waren es doch mehr nicht, als 6 Sex-tantes oder ia Cyathi c) so Viel auchdes Kaysers Tacici tägliches Maaßwar ä).

s) Beuerifi. de Ponder. & Mensur.P. II. iti Cyathus.

b) Martial. lib.I. Epigr.ya.

c) Suecon. c.yy.

d) Vopisc, Tac. c.n. & Torrent, «dtSueton. l.c.

CYBELE, war des Saturni Ge-mahlin und Mutter der andern Götter.

f, hex. Mytbol. in Cybele.

Cyclas war ein Frauen-Kleid, runderFigur, und untenher mit einer Borte be-setzet, dergleichen Griechisch heist,und dem Kleide selbst den Nahmen ge-geben hat a). Diese Borte, oder Schweifwar eigentlich von Purpur b), die Cy-clas aber sonst auch wohl mit Golde un-termenget c), und wie man will, einsehr weites Geschweift 6), welches dochdie Frauen unter ihren Palliis oder Ri-cinis trugen e), tolle Männer aber auchwohl zum Spock mit anzogen 5).

a) VofT Etymol. in Cyclas.

b) Suidas in

c) Ambros. in PaJJione Agnetis, Pro-pert. lib.IIII. Eleg.y. v..

d) Tiraquell. ad Alex. ab Alex.lib. V. c. 1 8.

e) Salmas ad Vopisc. Aurelian. c. 4s.

f) Suet. Calig. c.p. Vopisc. Satur-

8yr

nm. c.p.

den Alten, da sie den Cyclopem, oderPolyphemum, vorstclleten, undzwaralblind und voll, daher nothwend q w»?derbare Posituren und Cavaden ,7ulVorschein kominen musten a ). Wj' Jdenn besagten Cyclopem immer in de .gleichen zum besten hatten, daher nchnur das Cyclopea Saltare, sondern auchCyclopea ludere, oder ri*«*?«/, bekannt war b).

a) Horat. lib.I. Sät. s. v.Gt.

b) Poll. Gallien, c.8. & ad emn Ca.faub. & Salmas. l.c.

CYCLOPS, ein ungeheuerer Riesenur mit einem Auge mitten auf derStirn, dergleichen einer sonderlich?«h.phemus war, den Vlysses voll süufteund hernach das Auge ausstach, vondem die Poeten allerhand Schnacken so.denn weiter gedichtet haben. s.Lex.Mj-thol. in Cyclops, it. in Polyphemus.

CYCLVS war bey den Griechen,wo man etwas feil hatte, sonderlichaber doch Sclaven a)j besonders abersoll doch ein Marckt zu Athen also gc-heissen haben b). Wie aber dieses Cy-clus auch einen Ring heissen kan, alsoheissen vielleicht daher auch noch dieMarckte hin und wieder in den StädtenRinge.

a) Pollu xlib.XVIIlI. c.23. Alex. abAlex. libr. III. cap. /6. & ad eumTiraquell. I. c.

b) Meurs. heft. Attic. lib.I. c.2. ap.

Schcetgen. l.c.

CYCLOPEA war ein Tantz

C Y M B A L V M war ein musikali-sches Instrument von Ertzt, und zwar,nach einigen, wie kleine Glöckgen, der-gleichen man auch noch unter diesemNahmen hat, die einer durchbrochenenSchelle gleichen und sehr helle klingen,auch mit in manche Orgeln eingebrachtsind a). Wogegen andere meynen, daßes kleine ehrinne Becken gewesen, dieman auf eine besondere Art zusammegeschlagen habe b), wie ietzo noch duJanitscharen in ihrer Music dergleichenInstrumente auch haben. Massen esdenn falsch ist, daß sie mit einem andernInstrument geschlagen, oder mit einemKlöppelgen von innen, wie Glöckgengerühret, sondern ihrer zwey selbst zu-samme

$

iiiWf

tiitnSe«0*.lieftritt

ZM

aM

betCy

k

D

(!>il

W

Q«

Ci

'ICC

fcitf

*ll