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Benjamin Hederichs Gründliches Antiquitäten-Lexicon : worinne die merckwürdigsten Alterthümer der Jüden, Griechen, Römer, Teutschen und ersten Christen ... beschrieben
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465-466
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«), welches doch andere sofern lieberwidersprechen wollen, daß sie behaup-fett, die Sclaven hätten sowohl bey denV Römern, als bey den Griechen Haarund Bart abscheren müssen k). Unter

itytw, den Kaysern rcar Adrianus der erste wie-i der, der ihn wachsen ließ, um die Nar-den im Gesichte damit zu verbergen g).43 Jmmittelst wurde es als ein besondc. xes Fest gefeyert, wenn sich einer dos,, erstemahl den Bart abnehmen ließ, an' k dem man nickt nur Gastereyen anstelle,te, sodenn auch Geschencke, als an ei-nem andern Geburts- Lage austheileteh). Allein in tiefen Trauren und Un>glücksfallen liessen sie ihn auch mitsamtden Haaren wachsen i), wogegen dieJPMft zum rrstcnmahl abgeschornen Bärte ei.

J )i M nein Torte gewidmet wurden lc), als denItKtU«, Laribus 1), dem loui Capitolino m),toMwii dem Apollini n). Einem darbey zu>^rv»! zopfen, hieß ihn auch hier zum NarrenW* der haben o) , wogegen man aber sie auchMw» j mit wohlriechenden Dingen einzubalsa«miren pflegte p).

mltLÄ 9) Varro deR.R. lib.il. c. //. Plin.nM rc H. N. lib, VII. c. fp. Gell. lib. III.

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b) Tiraquell. ad Alex. ab Alex. lib.V. c. / 8 .

c) Plin. /. c.

d) Id. ibid. ty ex eo Alex. ab Alex./. c.

e) Alex. ab Alex. /. c.

f) Tiraquell. /. c,

g) Thyf. ad Gell. & Tiraquell. adAlex. U. cc. Cafaub. ad Capitolin.Venm e. 8. Donat, de V. R. lib.III. c. 16.

b) Dio lib. XXXXVIII. Iuuenal.Sät- III. v. 186. ad eum Grang./. c.

i) Artemidor. lib. I. e. 10. & 23. Cic.Verr. II. c. n. Suet. Iul. C. c. 67,Atig. c. 23. Calig. c. 34.

k) Alex. ab Alex. /. c.

l ) Petron. c. 2p.

m) Sueton. Ner. c. 22.

n) Stat. Tb. lib. VIII. v. 492.

0) Pers. Sät. I. v. /33. Horat. lib. I.Sät. 3. v. /33.

p) Iuuenal. Sät. II. v. 4/, Propert.lib. I, EI. 2. v. 3.

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Die alten Teutschen liessen ihre Bär»te auch abscheeren a), doch aber behiel.ten sie meist ihre Schnurr-Bärte, wiesonderlich von denen Franckcn, Sachsen,und Gothen angemercket worden b).Daher es was neues war, daß sichOtto 1 auch den Unter-Bart groß wach-sen ließ c); welches sodenn andere, son«derlich die Herren Geistlichen nachtha«ten, um sich damit ein desto ehrwürdi»gers Ansehen zu machen, wogegen sieden Soldaten verboten wurden, ausserauf den Creutz-Zügen, da sie sich der.gleichen auch mochten wachsen lassen d).

9) Diod. Sie. lib. V.d 28. ^Tac. ap.Hachenb. de Germ. med. dijs. XLt- 7-

b) Sidon. & alii ap. eumd. c. I.

c) Wittichind. /. c.

d) Hachenb. /. c.

ßARBARIGA waren Dinge, wel-che andere Nationes, als Griechen undRömer, verfertigten, sonderlich aberdoch allerhand Zeuge mit eingewücktenoder gestickten gülden? Blumen, wie auchHelme, Schilde u. d. a. mit dergleichenoder andern Zierathen von Golde, wo»von die Künstler Barbaricarii hiessenund ihre (Meinen hin und wieder imRöm. Reiche hatten.

L./ G de Fabricens. Bergier. & Gu-ther. aliique ap. Pitisc. in Barba,rica qy Barbaricarii.

BARBITOS war ein musikalischesInstrument mit vielen Saiten, als da.her es auch genannt wird a).

Dergleichen sich insondcrheitSappho undAlcaeus bedienet Haben b). Es war«ine Art einer CitHar, und gab insonder.heit einen etwas groben Klang von sich,daher es einige auch Amt.» nennen c).

9) Theocrit. ap. Defprez ad Horat.lib. I. Od. 32. v. j.

b) Defprez ad eumd. I. c. Od. /.v.34.

c) Pollux lib. Ull. c. 9. n. /.

BARDI waren Leute bey den alten

Galliern, welche mit der Historie, Poesieund Music zu thun hatten, die Thatender Götter und Helden in Lieder brach,ten, und in die Leyer absungen a).Don den Galliern sind dergleichen ver-muthlich auch zu den Teutschen gekomen,als die auch ihre Lieder von den ThatenP 5 ihrer