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Benjamin Hederichs Gründliches Antiquitäten-Lexicon : worinne die merckwürdigsten Alterthümer der Jüden, Griechen, Römer, Teutschen und ersten Christen ... beschrieben
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433-434
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viel afödnSecretarius, welchen beyden

'W ein Herr seine geheimste Dinge ins Ohrsagte, ihnen vor allen aber seines auchwieder so fern frey gab, daß sie ihmauch sagen mochten, was sie gut beuch«All, ' i tele.

4.11, Fresn. Glojs. Lat. in Auricularis &Auricularius.

jöl , A V R I F L A M M A war einFeuer * rothes seidenes Fähigen anin, cincr übergüldeten Stange, dergleichenman sonderlich in dem Kloster zu 8. De-tj nis in Franckreich, als ein Heiligthumaufbchiclt, und, wenn das Kloster mita jemand was zu fechten bekam, es sei.

nem Advocaten mit einem besondern Ge-,7"* bethe in die Hand gab, um daruntergleichsam wider dessen Feinde zu fechten." 7^' Nach der Zeit nahmen die Könige dieselbe!|<Wi selbst mit zu Felde, und liessen sie vorUeirn®, allen andern Fahnen hergehen, worauftat»:: auch alle andere Haupt.Fahnen einerArmee dm Nahmen bekamen, daß manftc Am-isiammas , oder welches einerleyÄ. r!» jst^ Orißammas nanntt.

M I Fresn. Glojs. Lat. in Auriflamma.-ktiK Aurig*, s. Aurigatores, f. Agita-MJjtt; rores.

Mfi.) A VRIS, das Ohr, war der Mi-mtttis neru* gewidmet, weil man durchs Ho-ren sonderlich mit weise und klug werdenihm an muß a), daher ihr auch silberne Ohrenmit geopfert wurden b), die man aberauch wohl selbst göttlich zu verehren©lisr^ Pstegte c). Hiernechst war es ein Zei-chen der Liebe, wenn man einem darangriffd, und, daKindcr ihre Elternküs.^ fctcn , fassetcn sie dieselben zugleich beybeyden Ohr-Läppgen e), welcher Theil«nH-' öEbrn auch durchbohret, und mitben Ohr-Gehancken ausgezicret wurdeAllein durch eben dasselbe wurdeauch ein Knecht gestochen, und an die: Thür - Pfoste seines Herrn angeheftet,

der nicht wieder frey zu werden begchr-ke g), ausser, wenn er aus dem Geschlechtder Priester war, damit er dadurch nichtverstümmelt werde b). Also, wenn man einen als Zeugen mit vor Gericht beybt" Römern nehmen wolle, griff man\Rl^ ^ an das Ohr - Läppgen und sagte:Ltcetnenteji ari ? und da der andereiil! ^ ^"^°"rte: Licet, kunte er den Schuldi-

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digen sofort beym Halse nehmen, undvor Gerichte schleppen, wenn er nichtim Guten mit fort wolle,). Wie mandenn überhaupt einem darbey zopfte,wenn er sich eines Dings erinnern sol-le, welches aurem vellere hieß k). Unddieses darum, weil das Ohr auch der Me-moria oder Mnemosynce gewidmet war1 ). Bey den Teutschen und andern Völ-ckern machte man es noch gröber, daman einen Zeugen wohl selbst bey denOhren mit vor Gerichte zog, auch wohlnoch eine Ohrfeige darzu gab, damit ersich eines Dinges desto besser darbey er.innern solle m). Kirchen. allein auchwohl andern Dieben, und flüchtigenKnechten, schnitzte man sie von oben her.ein, schnitte sie ihnen aber auch wohlgar ab n), welches letztere auch den Ehe«brechern bey den Jüden geschehen zu seyn,es das Ansehen hat 0). Jedoch mustetpdergleichen auch wohl die Christen in ih.ren Verfolgungen leiden p). Da sonsteinem das rechte Ohr klung, solle es wasgutes bedeuten, wenn aber das lincke,was böses q), wenigstens andere als-dann von einem reden r).

a) Lactant. Insit, lib. III. c. p.

b) Jnseript. vet. ap. Pitisc. in Auris.

c) Ead. ibid.

d) Clem. Alex. ap. eumd.

e) Pollux lib. X. c. 24.

f) Plutarch. Mar. c. 7.

g) Exod. XXI, 6.

h) Reland. Antiqu. Vet. Hehr. P. IIII.c. 8. § /7.

i) Horat. lib. I. Sät. p. ad eumAcron /. c.

k) Virg. Eclog. VI. v. 4.

l) Seruius ad Virg. I. c.

m) Fresn. Glojs. Lat. in Auris.

n) Id. ibid.

o) Ezech. XXIII, 22. 25.

p) Lact. de Mort. Perfic. c. 26. n. 7.

q) Niph. de Augur, apud Pitisc. inAuris.

r) Plin. H.N. lib. XXVIII. c./.

AVRVM, Gold, ist das rareste

und reinste, daher aber auch das kost-barste unter allen Metallen, wiewohl,wenn es auf den Nutzen ankommen solle,das Eisen den Vorzug gar weit behaltenwürde. Solches zu handthirren hat ver.

D 5 muthlich