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mittelst kunten sie bey ihren Lebzeiten jh,res Amts nicht wieder entsetzet werden,sie mochten auch begangen haben, wassie woiren k); gienge» anbey in ihrerToga prjtti-xta I), und mit einem Kran.tzc auf dem Kopffe m) , in den Händenaber harten sie ihren Lituum , oder be-sondern krummen Stab ohne Knoten n),und war ihr Ansehen so groß, daß nichtsbesonders weder zu Rom, noch im Krie-ge vorgenommen wurde, worüber sienicht erst ihre Auguria anstellen musten,und, da sie sagten, daß sich unglücklicheZeichen sehen lassen, unterblieb alles,und galten also besonders auch die Wah-len der Bürgermeister und anderer O-brigkeiten nichts o), weil sie alsdennvitio creati hiessen p). Und, da dieComitia disfalls noch vorwähreten, undsie was widriges wahrnahmen, sagtensie nur Alio die ! so gieng denn alles,ohne etwas für dismahl weiter zuthun,auS einander g). Jedoch aber kam esin wichtigen Dingen auch nicht auf ei-nen Augurem an ; sondern das gantzeCollegium muste eine Sache überlegenund sodenn den Ausspruch thun r).Hiebey aber kunten sie auch über Pri-vat - Dinge als vorhabende Reisen, Hey-ralhen, Baue, Käuffe u. d. g. befragstwerden r) und trafen ja ihre Dingemanchmahl wohl zu r), waren aber den-noch nichts als Betriegereyen, daherauch schon der alte Poet Accius gesagt:Nihil credo auguribus, qui aures ver-bis diuitant alienas , suas vt astro locu-pletent manus.
a) Vosl: Etymol. in Augur.
b) Pomp Laetus de Sacerd. Rom. c. s.<sf Bellus Rom. reflit. lib. II. c. 9.
c) Deus. XVIII, jo.
d) Cic. de Diuin. lib. I. tsf quos pra-terea laudat Tiraquell. ad Alex,ab Alex. lib. V. c. /3.
e) Lex. Mythol. in Amphiaraus, Mo-psus, Calchas.
f) Dion. Halic. lib. II. c. 8.
g) Liv. lib. X. c. fi.
h) LIV. Epitom. 80 •
i) Zolimus ap. Pitifc. in Augures,k) Liv lib. 1 . c. s8. Plucarch.
Rom. ?i. 98.
J) Cic. ap. Pitifc. U t,
4*4
m) Plutarch. Css. Bulenger. de Au.
gur. c. //.
n) Liv. /. c.
o) Domin.flocc.de Potefl. Rom. c. 4
p) Liv, lib. VIII. c. jy. lib. VI 1 II. c.y
q) Cic. Philipp. II. c. 33. iy de Le M
lib. II. c. /2. *
r) Alex. ab Alex. lib. V. c.13.
s) Kipping. Antiq. Rom. lib. I. c.
§ {*•
k) Flor. lib. II. c. tS. Val.Max. lib.lc. 6. H. 6.
AVGVRIA waren die Zeichn,,aus denen die Augures abnehmen »ol,ten, ob das, was einer vor-und in,Sinne hatte, glücklich, oder unglüchlich seyn werde a). Sie nahmen abndenn solche ab 1) an dem Himmel, ivmes daran donnerte, oder wetterleuchtt-te ; 2) an den Vögeln, besonders anderen Geschrey oder Fluge; 3) an b«ijungen Vögeln und eigentlich der«Fressen b) ; Und aus dieftn dreyen m-den denn eigentlich die Auguria publics,so das gemeine Wesen, als die Wahl daObrigkeiten, Gebung der Gesetze, Km§,Schlachten u. d.g. angiengen.genciüiii:sonst aber gab man noch 12 Dinge an,woraus auch Privat - Personen derglti-chen abnehmen wollen, welche waren 1)das ungewöhnlicheKommen einesThlerswohin, z. E. eines Wolfs in das Haus;2) das unvermuthere Begegnen einesThiers auf dem Wege, als wenn einemein Haase qver über denselben liefe > ,;)jahlinges Feuer an den Kleidern, Häu-sern u. d. g. Dingen, alS das Einschla-gen , leckende Feuer u. d. g. 4) e ' n *Maus, wenn sie uns was angenehmesanbeißt; irem, wenn ein Wolf, Fuchs,Marder einem was fraß; ;) eingel so vor einem niederfiel ; 6 ) wennsich im Hause ein ungewöhnlicher Falloder Schall hören ließ : 7) eine Katze,wenn sie durch ein ungewöhnliches kochwobinein kroch ; z) wenn ein Licht oderLampe, ohne zu sehen, warum, auslöstte; 9) wenn das Feuer ungewöhnlichwoberte; ro) .wenn solches ungewöhmlich knasterte, oder Funcken worf; ")wenn es ungewöhnlicher Massen gleich'sam hüpfte; ia) wenn jemanden einejahlingeTraurigkeit befiel/ ohne zu w'l'
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