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Siebenter Brief.
nicht darum begehren müßte, weil sie einso hoher Stand wäre; sondern weil Gd)rcuns dahin haben wollte rc. Schon ist eswohl zo Jahre, daß ich dieses in den Fran-zösischen Schriften des seligen Mannes las,und dadurch eine Art von Todesurtheil fürmeine Eigenliebe empfing, die durch diesenAusspruch aufs empfindlichste getroffen wurde.Aber ich danke GOtt, daß ichs nicht ehergelesen noch verstanden hatte; weil ich nur mitsolchem Winde bis dahin segeln mußte. Undwas ist nicht noch von diesem Bösen, daseine geraume Zeit gut schien, seitdementdeckt geworden: bis der Aussatz alles, vomScheitel bis auf die Fußsohle, von Innenund Außen bedeckt und durchdrungen hatte(? B. Mos. i z.) und ich mich hüls- und rath-los, bloß an den Ausspruch und die Hand desgöttlichen Hohenpriesters überlaßen mußte!Und dabei wollen wir mit GOtt bleiben. Ihnmit uns machen laßend, und mit einer wahrenZustimmung in unser Nichts, so innig beru-hen in Seinem All, und daß niemand gut,rein und liebenswürdig ist als GOtt allein,und sein eigenes Werk. -- O ja, meineSchwester, darin können wir so kindlich beru-hen, so süß uns erfreuen, und so wesentlichselig seyn, daß der HErr unser GOec ist der-er ist, daß wir so nichts sind, und daß Eres allein ist! O wie ist das so gut und so gezie-mend, daß da nichts mehr in uns ist, dassich rühmen kann, und daß der liebe GOttb 5 es