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Bd. 2 = Th. 4 (1799)
Entstehung
Seite
24
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44 Zugabe.

leiner Gerechtigkeit ins Gericht gezogen wer- ^den, mit Hiob (Kap. 14, 4 -) bekennenmäßen: Wer will einen Reinen finden bei qdenen, da keiner rein ist? Das Entweichenund Ausgeben aus einer Eigenheit ist öfters ^nur das Eingehen in eine andere, bis man zu Ekeinem Entweichen noch Bessern mehr Mög-lichkeit stehet, GOtt im Gericht die Ehre gibt,und leidend an dem Eigenen stirbt, um Raum ^und Platz zu geben dem allein lautern undgöttlichen Leben JEsu Christi. M

Es geht sonst allerdings so, wie du sagst, «>!>"daß man erst von hinten nach entdeckt, daß si ^dasjenige nur Eigenliebe war, was man reine MgLiebe GOttes zu sepn vermeynte. Aber wie Msehr mäßen wir dem HErrn danken und ihn Mlieben, daß er uns dieses und viel andereDinge,erst von hinten nach, und nicht von vornenentdeckt hat! Auch unseres Bösen bedient W,sich seine göttliche Hand, um uns gut zu !Mmachen, auf mehr als Eine Weise. Die :>wrEigenliebe, welche uns die Hölle fürchten, Hmund den Himmel, auf ihre Weise, lieben DEmacht, bewegt meist alle, daß sie der Gnade 21^zur Bekehrung Gehör geben; und der Geist sstzGOttes bedient sich in der ganzen Schriftsolcher Beweggründe, da der verderbteMensch sonst für keine andere faßbar oder ^empfänglich ist. Dieß aber nicht allein, son- ^dern es ist mir noch sehr erinnerlich (was nunauch irgend im verborgenen Leben von 6er- ^nierez steht): daß man die Vollkommenheit