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Bd. 2 = Th. 4 (1799)
Entstehung
Seite
334
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zz4 Geistliche Briefe.

Sie; so deucht mich, ist es billig, daß man !dann mit einander Geduld habe, und nicht Uverlange, daß einer etwas zustimmen oder ^glauben soll, wider die Ueberzeugung seinesHerzens, welches ja nur geheuchelt wäre.

Ich habe gehöret, daß Augustinus sagt: 'VDaß, wer seine, obgleich unrichtige, Mey- In-nung mir keiner hartnäckigen Heftigkeit M-verrheidige, vornehmlich, wenn er solche ^N7evnung nicht selbst hervor gebracht, K"!sondern von den Aelrern empfangen; der Waber die Wahrheit suche, und bereit sey, Äkhstch zu bessern , wenn er selbige gefunden, sder sey keineswegs unter die Reyer zu ilsichrechnen. M

Hab' ich nun, werthe Freundinn! einen MJrrthum, wie es bei uns allen möglich ist; sMsiehe, so ist solches mir unwissend, und ich ßKbin bereit, solchen zu bessern, sobald ich ihngefunden; und derhalben kann ich unmöglich h>»iein Ketzer sepn. Sie hat gewußt, in welcher »>Religion ich geboren bin; und ich habe ge« «swußt, in welcher Religion Sie GOlt die« sichnete; und, ohnerachtet dieses Unterschieds,

Hab' ich die Liebe GOttes in ihr und in ih- Vwrem andächtigen Wandel ohne Flatterte hoch« h!geschätzt, geliebet, und Dero Umgang mir icherbaulich geachtet: und diese aufrichtige Hoch« chyachtung der Gnade in ihrem Herzen werbeich beständig behalten, falls Sie mich auch(welches doch nicht hoffen will) Dero Um«gangö nicht mehr würdigen wollte.

Mich