zzo Geistliche Briefe.
du in dir merkest, nicht in Unruh und Klein- ^mürhigkeck gesetzet wirst; schleuß nur dasAuge sanft davor zu, und ersenke dich, mitstillem vertrauen, in den Freund, der soinnig nahe ist. Das Ansehen und die Gemein- klß»schast dieser ewigen Gutheit und vollkomme- Mnen Schönheit wird uns allein wahrlich gutund schön machen.
Darum, ob ich wohl verpflichtet bin, mit Wüber dich zu wachen, und dir deine Fehler, soviel nöthig, anzuzeigen; so darfst du doch Bideßwegen gar nicht sorgen, daß ich mich we- Mgen deiner Fehler oder Elenden dir möchte ent- Aziehen, oder fremd werden; davor wird mich Gder HErr wohl bewahren, der ich selber ein M!gebrechlicher armer Sünder bin. Solche Ge- ckndanken könnten dir schaden, und machen, Mjsdaß du dich vor mir verdeckt hieltest. Viel- jimehr versichere ich dich meiner herzlichen Liebe, Wund unverrückten Geistesgemeinschaft. Aber tzmdavon versichere ich dich auch, meine liebe Toch- U drter, daß, je mehr diese Liebe innig und vom WGebrechlichen abgeschieden ist, desto mehr Wwird sie gesegnet, vergnügend und stärkend ckrseyn. So dann ist es angenehm, wenn man itznjeinander sehen und sprechen kann. Man bleibt AHaber auch ruhig und zufrieden, wenn solches Änodurch die Vorsehung gehindert wird, und die L 'Vereinigung im Geist bleibt nichts desto we- NilNiger fest. Die Liebe unter einander, welche iirwjwahrlich in GOtt ist, ist zwar herzlich aber -Gfriedsam, frei und lauter; diese Liebe kommt y
eigent-