IV. Theil. lZ5ster Brief.
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«igentlich nicht aus der Natur, sondern ausGOtt; das ist zu sagen, sie wird nicht gebo-ren in der Zerstreuung, sondern in und ausder Sammlung des Gemüths; darum so ste-het sie auch der Liebe zu GOtt nicht im Wege,sondern sie befördert solche vielmehr; sie samm-let das Gemüth, und stärket indem redlichenSinn, ganz für GOtt zu seyn, und allesdabei zu wagen; sie verbildet auch nicht, son-dern der Geist bleibt dabei ungehindert, daßer sich frei und bloß zu GOtt einkehren kann,ohne daß ihm ein geschaffenes Bild im Wegestehet.
Siehe, meine Tochter! eine solche Artder Liebe und zarten Geistesgemeinfchaft sollunter uns seyn; und ich weiß, daß du aucheine solche mit mir verlangest. Der HErrwird sie auch stiften, wie er dann schon denGrund dazu geleget hat. Ich kenne deinentheuern Beruf. O wie so glücklich bist du,daß der Allgenugsame selbst deines HerzensTrost und dein Theil in Ewigkeit seyn will!Zu diesem Ziel fort zu wandeln wollen wir ein-ander Gesellschaft leisten im Geist und auchäußerlich, so viel solches der HErr selbstvon Zeit zu Zeit geben wird. Deine För-derung in GOtt ist mir sehr aufs Herz gele-get. Vergiß nur sehr dich selbst, und laß> GOtt dein Vorwurf seyn, so wie er es sel-ber wirket. Zu aller Zeit bewahre das ruhigeund liebevolle Vertrauen zu GOtt. Verzagedoch nicht, ich bitte dich, wenn gleich bis-weilen