Druckschrift 
Bd. 2 = Th. 4 (1799)
Entstehung
Seite
329
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Der iZZste Brief.

Wie die Liebe untereinander beschaffen feyn müße,um die Liebe GOttes zu befördern.

Herzlich geliebte Schwester in unsermsüßen Heilande, dem wir ange-Horen!

c^ch dachte, es möchte vielleicht der Ver-sucher dein Gemüth beunruhigen wollenwegen dessen, worüber ich dich ietztmal erin-nerte; darum will ich dir einfältig sagen, wieichs gemeynet, damit du es nicht unrecht auf-nehmest.

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Meine Absicht ist gar nicht, daß ich deinekindliche Liebe wollte zurück stoßen; ich wolltenur das Gebrechliche und Eigene von dieserLiebe immer mehr weg haben; damit sie soviel herzlicher und vergnügender sepn möge.Das unruhige, eigenwillige, allzu natürliche,verbildende Wesen verdunkelt und drücketnur den Geist, und hindert vielmehr diewahre Liebe und Vereinigung in GOtt.Dennoch übersiehet der HErr diese Gebrechen,nicht nur im Anfang, ehe man sie erkennet,sondern auch zu aller Zeit, wenn man nurgern heraus will. Darum nimm dich in Acht,daß du bei allen Gebrechen und Elenden, dieX 5 du

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