zi4 Geistliche Briefe.
wunderlich. Wir müßen dann mit Nicht« ^gelingen oderNichtapprobiren anderer, GOt-tes süßen Willen mit möglichster Beruhigunganbethen. In allem übrigen aber, was nichtvon euch dependiret, werdet ihr sehr unan- ^nehmlich gehalten werden; es sey nun in An- Msehung der Handlung, oder auch andererDinge, die geredet und gethan werden, oder D»die kommen. Eines Kindes süße Runstdrinn steher, daß es gehe, wie es gehet.
Nicht prätendire ich, daß ihr ganz un-empfindlich und gleichgültig werden sollet. s«A>Man muß es gern gut wollen sehen, und dasBöse muß betrüben; allein die Empfindlich- Mkcit muß nicht in das innere Kämmerlein kom- in Aimen, und das Gemüth stören; das wäre ißm,Schade. Wird man aber unvermuthet ge- ^störet, wie bei der Schwachheit oft passiret, ^dann muß auch solche Störung mit möglich- ^sier Zufriedenheit ausgelitten werden. Kehret ^mit mir, liebe Schwester, viel in das so in-nig nahe, süße Jesusherz, alles und auch euchselbst sanft dalaßend; da, da werden wir i, ^diese unschuldige Kindergesialt, sich uns zu ^ ^insinuiren, seliglich finden. " ^
Ein