Druckschrift 
Bd. 2 = Th. 4 (1799)
Entstehung
Seite
284
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Der uzte Brief.

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/xs ist die Wahrheit, liebe Schwester, daßmein Herz in angelegentlicher Liebe zueurer Seelen Vergnügung und Förderunggegen euch geöffnet ist und bleibet; ob ichgleich in aller Einfalt sagen muß, daß icharm und sehr gebrechlich bin, sowohl alsmein Gebet!). Sehet derhalben in keinemStück auf ein gebrechliches Werkzeug, son-dern auf GOtt, der sich solcher Mittel be-dienen kann, wie er will, zu unserem Heil.Genug! wenn wir curirt werden von unse-rem Uebel; der himmlische Arzt mag sichdann eines hölzernen oder goldenen Instru-ments bedienen: Ihm allein soll Dank undEhre verbleiben! Weil ich aber, wie gesagt,euch liebe, und eure Besserung herzlichwünsche: so werdet ihr mir die Freiheit ge-ben, wie bisher, sowohl beißenden Wein,als besänftigendes (Matth, io.) nachErfoderung der Umstande, in eure Wun-den zu gießen. Wozu GOtt Gnade undWeisheit gebe!-

Wir

Wie man einander in der Liebe erinnern, undauch einander mit den Gebrechen lieben soll.

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