IV. Theil. H4ter Brief.
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vernichtigen, damit endlich GOtt Alles inuns werde; sie sollen uns alle Festigkeit in unsselber benehmen, damit wir wahrlich sinken,und uns loslaßen können in die Hand unsersguten GOrres. Allein, diese Hand sehenwir nicht, und sie ist uns doch so innigst nahe;diese Hand hält und regirt uns, auch imDunkeln, und ohne daß wirs erkennen; diesegöttliche Hand hält auch dich, liebe Schwe-ster, je weniger du dich selbst halten kannst,und wird sein Werk schon in dir aussübren,auch ohne daß er deine und meine Hand nökhighat. Ich weiß, was der HErr an deinerSeele gethan, und in deinen Grund gelegethat. Sey nur getrost in GOtt, und aufpure Gnade. Trage dich wie du bist und wiedu kannst; bis GOtt Gnade gibt, daß dudich völlig kannst fallen laßen, und auf ewigverlieren in GOtt, deinen Ursprung und Ru-hepunct! Dieses wünschet dir mein Herz, unddazu werde ich dich dem HErrn aufopfernund nach Vermögen gefaßt halten. Gibtdirs GOtt, dann gedenke auch meiner. Ichgrüße mit brüderlichen Herzen, und bleibedurch Gnade
Dein
Mülbeim, verbundener schwacherdm i8. Febr. 1762. Bruder.
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