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Bd. 2 = Th. 4 (1799)
Entstehung
Seite
282
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Geistliche Briefe.

allein will die Ehre deiner Erlösung und Se»ligkeit haben. Ja, Amen, also ist es billig!Jbm sollen und wollen wir uns dann ganz,und wie wir sind, überlaßen; und obnefür uns selbst zu Sorgen oder zu denken,seine Hand mit uns laßen machen. Ach ja,denken wir, wer Vas nur so könnte! Nein,wir könnens nicht, und müßens nicht kön-nen; GOtt kann es, und führt es aus ebenin unserm Nichrkönnen. Wer sich überlaßenund gleichsam verlieren soll in Gd)rcesHand, der muß kein Vermögen mehr habenin seiner eigenen Hand. Wir wollen unsimmer helfen, und unser Helfen ist nur Hin-dern. Und auch davon muß des HErrn Handuns helfen; und sein Helfen scheinet unsmanchmal auch Verhindern. Er läßt unsgerade das Gegentheil fühlen, erfahren undbegegnen von dem, wonach wir verlangen:was kostet das nicht! Eignes Wirken, eignesDenken, eignes Sorgen verfolget uns, auch da,wo wir ihm entweichen wollen: welche Nochgibt das! Nichts zu haben im Geschöpf, nichtsin sich selbst, und (wie wir glauben) auchnichts zu haben in GOtt: das ist große Ar-muth, Noth und Tod; nicht nur einmalsondern hundertmal. Und dennoch, liebeSchwester, müßen wir eben durch diesesNichts, durch diese Noth und Tod dahingebracht werden, wohin wir begehren, näm-lich zu GOtt und zu seinem göttlichen Lebenin uns. Alle solche Erfahrungen sollen uns

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