278 Geistliche Briefe.
Arten zu den Keuschen rechnen könne? Disandere aber, die sich um des Himmelreichsrvrllcn verschnitten baden, solche sind mitGrund keusch zu nennen. Sie waren nichtso geboren; ihr Temperament brachte esnicht so mit: die Gnade und ein edler Glau-benstrieb animirte sie zu diesem keuschenKampf. Weish. 4, 2.
Der Ehestand selbst ist sehr unterschieden,nach Beschaffenheit der Personen, die solchengntreten und führen. Den Reinen ist allesrem; den Ungläubigen aber ist unreinbeides idr Smn und Gewissen. Tit. i, is.Die Ehen stehen zwar überhaupt unter GOt-tes zulaßender Direktion; aber nicht alleEben sind im Himmel gemacht. Einwahrlich beiliger Ebestand, wie heut zuTag' alle genannt werden, mag wohlsehr rarseyn; doch gibts auch darin Unterschiede. Inder beiderseitigen Liebe und Treue zweierrecht im HErrn verbundenen Herzen, ist inder Tbat ein schätzbar Schönes und Gutesdieser Pilgerschaft gelegen, und ist an sichselbst GOtt nicht mißfällig, sondern ein hei-liges Geheimniß.
Inzwischen werden auch Christliche Ehe-leute sich bescheiden, i) daß ihr Stand untergöttlicher Verschonung stehe (i Cor. 7, 28.)2) daß ihnen dabei die Trübsale zur Verwah-rung und Läuterung nötbig seyen; (ibicl.)und endlich z) daß es ein "Stand sey, der
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