Druckschrift 
Bd. 2 = Th. 4 (1799)
Entstehung
Seite
268
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268 Geistliche Briefe.

Empfindung mit demüthiger Zufriedenheit, ^weil es GOtt so beliebet. Wolltest du gern ! Eruhig, stille und vergnügt seyn, und du führ !lest das Gegentheil; so thue ein gleiches. Fin- ! Edeji du weder Licht noch Tugend, weder GOttnoch Gnade, sondern ein bloßes Nichts; Ndann sey vergnügt mit diesem Nichts, sowie es auch seyn mag: denn auf die Weise B Abist du vergnügt mit GOtt, und er ist ver- Mgnügt mit dir. Und auf diesem Wege stirbt > D Eeine Seele beständig, ohne daß sie schier dran ! W ggedenket; sie muß immer ihren Willen los H jxlaßen, sich selbst und alle Stützen los laßen, inicht zwar thätlicher Weise, sondern leidender MWeise; da sie nur GOtt zustimmet, undnach dem Willen vergnügt ist mit dem, wie Wer es macht von Augenblick zu Augenblick. 1^O eine selige Seele, die kein Bild nochStütze behalt, sondern im bloßen Glaubenmit GOtt vergnüget ist! ..

Dieses Vergnügtsepn mit GcDtt muß Mauch unser Aeußeres'durchdringen. Ich will Lmrsagen, daß wir mit allem, was uns äußer-lich den Tag über begegnet, wohl vergnügtseyn mäßen, es mag so widersinnig seyn alses will. Wir haben nicht mit Menschen zuthun; GOtt ordnet alles, wie es kommensoll zu unserm Beßten, ob wir das gleich ,nicht immer begreifen können. Die bestän- !dige sanfte Beugungen unsers Willens in denäußern Vorfällen, fördern uns wunderbarlich ^