IV. Theil. logier Brief.
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ihr über dem Ansehen Einer Wunde oderSünde schon in Ohnmacht fallet? Glaubtihr dann nicht, daß ihr noch mehrere undgrößere habet? Gure arme Sünder werdendurch das Sehen ihrer Sünden tief gebeuget,aber nicht so beunruhiget und übern Haufengeworfen. So lange wir nicht aufrichtigdemüthig werden, widerstehen wir GOtt,und er widerstehet uns, i Petr. ;, s. unddieses macht so bedrängt. Stimmet aufrich-tig zu, in eure Nichtigkeit und Elenden, unddaß ihr euch so befindet und befinden werdet,wie ihr seyd: dann ist der HErr mit euch, undeure Bande werden zerbrechen.
Ihr müßer wohl allzu schlechte Gedan-ken haben, von dem Reich, hum der Barm-herzigkeit GDrres in Cdrrsto IEsu. Er-innert euch, was ich euch oben von den unge-horsamen Kindern gesagt habe. So jemand,der euch beleidiget hätte, euch mit Schmerzenum Vergebung bäte: würdet ihr ihm nichtauch vergeben? Soll denn die Barmherzig-keit und Güte GOttes, durch die, von einemsündigen Menschen übertroffen werden? Oderist solche nur für diejenigen, welche durch ihreTreue und Tugend sich selbiger würdig ma-chen ? Keineswegs! Auch unsere Treue undTugend (wenn sie taugen soll) mäßen wirvon GOttes Barmherzigkeit und Güte erwar-ten und empfangen. O! der HErr gebeuns gebührend zu schätzen das Blut des Soh-nes GOttes; des Lamms GOttes, das dieR ; Sün-