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Bd. 2 = Th. 4 (1799)
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Geistliche Briefe.

Sünden der ganzen Welt getragen hat! ^In diesem Abgrunde mäßen bußfertige Sün- N ^der sich mit allen ihren Sünden verlieren: so . vrMweiden alle Sünden wie ein kleiner Stroh- MHalm in einer feurigen Glüht verzehret wer- Mden! Dieß ist der tröstliche Ausspruch und MVerheißung: wenn wir unsere Sünden M

bereuen, dann ist er rreu und gerecht, daßer uns die Sünden vergebe; und unsdann auch reinige von aller Ungerechtig-keit. » Joh. 1,9.

Ihr habt zu viel Unrechte Liebe und Ver-trauen zu euch selbst; aber zu wenig Liebe undVertrauen zu GOtt. Ist das nicht unge-ziemend? Ihr denkt und sorgt viel zu viel füreuern Leib, für dessen Gesundheit und Leben:ebenso, als wenn es euch zugehorete; alswenn Gesundheit und Leben von eurer Sorgeabhing: da wir doch nicht wissen, was dasBeßre für uns ist! Auch sorget ibr dergestaltfür eure Seele, und haltet sie so fest: als wennihr euere eigene Erhalter- und Seligmacherinnwäret! Sind denn nicht beides euer Leib undeuere Seele, GOttes? Habt ihr dieselbe auchnicht an ihn übergeben, als ihr euch zum er-sten Mal als verloren gefunden? Und wünschetihr nicht diese Uebergabe noch auf diesen Augen-blick zu erneuern? Thut dann also, geliebteSchwester, mit inniger Wahrheit; auch sooft, als euch die Selbstliebe in beunruhigen-den Kummer über euch selbst bringen will.Uebergebet euern Leib, eure Gesundheit, euer

Leben,

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