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Bd. 2 = Th. 4 (1799)
Entstehung
Seite
192
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Geistliche Briefe.

umzingelt, und durch viel giftiges Geschoßgeängstiget wird. So ging es dort imFürbilde der Stadt Jerusalem; (2 Kön. 18.und 19.) die trotzigen Feinde bestürmten dieStadt mit Lästerungen wider den GOttIsraels; das war harr, ein Tag der Noch,des Scheltensund desLäsierens: (Cap. 19, Z.)aber wie wehrten sie sich darinnen? Hrskiassagte: Antwortet den Feinden nichts!

(Cap. 18, z.) durch diese Verachtung wurdendie Feinde so bös, daß sie eben die Lästerworteauf einen Brief schrieben, und dem Hrskrazuschickren. So deutlich werden manchmalangefochtenen Herzen die gottlosesten Dingeeingeschoben, als wenn man sie vor Augengeschrieben und gemalet sehen könnte. Wiemachte es denn nun der bedrängte Hiskias?Ward er vor dem Briefs» bange? Oder,schrieb er einen großen Brief zur Verantwor-tung zurück? Keineswegs! So viel ästimirteer den Feind nicht; er hatte nur mit GOttzu thun. Er nahm den bösen Brief, Kgteden offen nieder vor GOttes Gegenwart, undsprach: HErr! siebe, was der Fernd sagt!(Cap. 19, 14.) und dabei ließ ers, und dieFeinde wurden alle zerschlagen.

Siebe Schwester! so sollen wirs auchmachen, und es auf den HErrn ankommenlaßen. Endlich wird auf den traurigen Char-freirag ein fröhliches Ostern folgen. Diesessollen wir indessen doch auch wissen, daßuns solche harre Leidens- und Läuterungstage

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