Druckschrift 
Bd. 2 = Th. 4 (1799)
Entstehung
Seite
191
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IV. Theil. 78ster Brief. 19»

Hi» zum brüderlichen Mitleiden und herzlicher>! U Fürbitte bewogen: eigene Krankheitsumständeaber verhinderten, daß ich solches nicht schrift-lich bezeugen konnte, wie denn auch noch jetztkaum mein Haupt so viel gebrauchen kann:8ch, Da mir aber der liebe Bruder N. auf deineVeranlaßung etwas von deinen Gemüths-leiden und Versuchungen berichtet; so muß dir doch durch ein Brieflein meine brüderlicheTheilnehmung an deinen Leiden zu erkennengeben. Wann ein Glied leidet, bann leibensie alle.

^ Set) nur, geliebte Schwester! in GOt-hE, tes Namen beruhiget und getrost! deine Leidensind mehr beschwerlich ais gefährlich. WirHabens mit einem längst überwundenen Feindezu thun, wie oben angeführte Stelle ausAhev Col. 2 . versichert. Diese von JEsu für unsüberwundene Feinde will er selbst auch in uns^ yB- überwinden. Wir sollens ihn dann auch nurmD thun laßen, und uns, wie die Kinblein, inseinem Mutterschooß verbergen, ohne unsAr. im Geringsten mit den Feinden einzulaßen.^ W Wenn es der HErr zuläßt, können sie unsbange machen, aber nicht schaden. AlleHaare auf unserm Haupt sind gezählet. Alledergleichen feindliche Anfälle sind nicht so sehrzu fürchten, als vielmehr zu verachten, daalles wider den Willen des Gemüths einge-worfen und gefühlet wird.

Ai- Unserer Seelen gehts bisweilen wie einerM belagerten Stadt, die ganz von den Feindet,^ umzin-