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Geistliche Briefe.
Vorurtheile und üble Begriffe von GOtteS ^Wahrheiten und Wegen, machen die Sache Dnoch schlimmer, sonderlich bei denen, die von MUniversitäten kommen. Um so viel mehr ha- B»ben wir, mein weither Freund, alle Ursache, Muns mit dankbarer Erkenntlichkeit zu beugen, gknsiund die langmüthige Güte unsers GOttes Wzu preisen , durch welche er uns so gnädiglich kB azuvor gekommen ist, lins herumgeholet, und aus Ld-ckunsern Confusionen und eingeschränkten Hirn- ^bildern zu und in unser Herz gezogen hat, um tzii! ß,ein wenig zu schmäcken und zu erkennen von w Lden gewissen, wesentlichen und himmlischen UchöiWahrheiten des inwendigen Lhristenlebens. LmmAch! diese im Verborgenen liegende wahr- .heir (Psalm s i.) diese heimliche verborgene ^Weisheit (i Cor. 2.) wird in diesen Tagen "wenig erkannt und erfahren. Die Gelehrten E,'sehen meistens drüber hin, ob sie wohl so ganz "Enahe ist. Man hat gar zu schöne Puppen imKopf. Man will sich nicht laßen vereinfältigen, !!!"'""und uneingeschränkt der Führung und den ^ <Zügen des Geistes der Wahrheit überlaßen.
Auch anfänglich Begnadigte schränken sich zu ßchnsehr bei ihren Anfängen ein, und, indem man ^ 1die Enge des Sterbens fürchtet (eben als wenn Wes gesetzlich wäre) so läßt man sich eben dadurchin der Enge halten, ohne je gründlich die kind- Wliehe Freiheit und selige Weite des Geisteskennen zu lernen, die GOtt zu seiner Zeit !"> dalzu erfahren giebet. sckl
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