IV. Lheit. 58 ster Brief.
r4Z
Mll>! «ijn
MP
HÄ
D
Mii
ihn wieder lieben, und uns ganz dabei wa-gen. Amen JEsu!
Nun schreibt mir der liebe Bruder N.daß du wieder krank und im Leiden seyeft.Solches vernehme ich zwar mit brüderlichemMitleiden; allein was soll ich dazu sage» ?So macht es unser weiser, guter, himm-lischer Vater mit seinen Gnadenkindern;bald kleidet er sie schön, nimmt ihrer etlichemit sich in den Lustgarten, gibt ihnen eineKindermahlzeit, und manch schönes Blüm-lein zu sehen und zu riechen, rc. rc. AmAbend gehen sie wieder heim; und brin-gen noch was mit heim von den schönenSachen; des folgenden Tages aber mäßensie wieder in die Schule gehen, und ihreLektion lernen; und unter solchen Abwechs-lungen wachsen sie heran, und werden gute,geschickte Kinder. Nun, wir wollen unsdenn auch dem lieben Vater und seiner Regi-tung kindlich überlaßen. Erfreuet er uns,wir wollen ihn lieben und loben. Gibt eruns ein Kreuzespäcklein, nach Leib oderGemüth zu tragen, so sollen wir ihn nichtweniger lieben und loben, und unsere Lecrionaufsagen. Er ist nicht weniger Vater, wenner uns Proben und Leiden zuschicket, alswenn er uns in seinen Schooß nimmt; undwir können und sollen ihn nicht weniger lie-ben, loben und ihm vertrauen in den Leiden,als in den Freuden, denn er ist unverän-derlich. Laßet uns denn, liebe Schwester,
auch