Druckschrift 
Bd. 2 = Th. 4 (1799)
Entstehung
Seite
140
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,4« Geistliche Briefe.

Denn einmal, wir sind hier nicht daheim,sondern auf der Reife. Wir mäßen unslieben als Relsegenossen zum Vaterlande derewigen Seligkeit. Man kann nicht immerauf der Reise beisammen bleiben sitzen; daswäre ja Aufenthalt und Elend. Manchersollte so immer die Frommen wollen bei sich indieser elenden Welt behalten, sich mit ihnenim Guten erfreuen, starken und erbauen:nun, das wollen wir auch thun, aber alsReifegensffen, das ist, so lang uns GOtthier beisammen läßt, in Hoffnung eines ewigvollkommenen Beisammenseyns. Wir kön-nen und wollen ja nicht allezeit hier bleiben;Vereine muß vor, der andere muß nach ster-ben; ders ist zu sagen, die beschwerliche Reiseendigen, und heimgehen zum Vater; wohinwir alle unser Herz und Angesicht gerichtethaben: was ist denn darum zu thun, ob dereine etliche Tage vorher ankommt? Diesegroße Wahrheit, daß wir nämlich hier keinebleibende Grarr haben, sondern Sie Zu-künftige suchen sollen (Hebr. iz, 14.) willuns der HErr durchs Krankwerden und Ster-ben seiner Kinder lehren. Wir sollen unöimmer unserer Heimat erinnern, und fein beiZeiten lernen, unser Herz und Wandel da!»haben, wo wir ewig sepn werden.

Laßet uns einander herzlich lieben, ihrKinder, aber nicht als Kinder dieser, so»'dem der zukünftigen Welt! Laßet uns ein-ander

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