rv.Theil. 57ster Brief.
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gehen. Die sinnliche starke Anhänglichkeitrangt auch nicht. Zwar sollen wir GOttesKinder hoch schätzen und zärtlich lieben; ihrLeben oder ihr Sterben, ihr Krank- oder Ge-sundseyn muß uns nicht gleichgültig seyn; daswar es auch Paulo und andern Gläubigennicht. Siehe Phil. 2,26- 28. und Act.> 20,Z 7 . und z8. Vornehmlich mäßen uns die-jenigen theuer und werth seyn, die an unse-rer Seele arbeiten; Galater 4, 14. und 1;.Allein unsere Schwachheit läßt uns selten zu,auch hier die rechte Mittelstraße zu treffen.Wir sollen doch GOttes Kinder, so wie alleGnadenmittel nur gebrauchen, um zu GOrtund zu seiner Gemeinschaft im Geist zu gelan-gen , und durch die, den andern mitgetheilteGaben und Salbungskräfte gestärket undgefördert zu werden. Und da ist allerdingsGOtt manchmal genöthiget, daß er wohleines seiner Kinder wegzunehmen drohet,um uns in die rechte Ordnung zu bringen;oder daß ers wirklich wegnimmt, nicht umuns zu schaden, sondern um uns zu för-dern, und immer geistlicher, und seiner we-sentlichen unmittelbaren Gemeinschaft fähigerzu machen. Und dahin gehöret das Sprüch-lein, welches unser lieber Heiland beim Ab-schied zu seinen Jüngern sagte: Es ist euchgur, daß ich Kingehe; denn wo ich nichtvingehe, so kommt der Tröster nicht zu! euch.
Denn