Druckschrift 
Bd. 2 = Th. 4 (1799)
Entstehung
Seite
97
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Der Zyste Brief.

Aufmunterung an eine Person in Aengstlichkeiten.

Zn unserm süßesten Heilande innigstgeliebte Schwester!

FVin Brieflein ist mir angenehm und er-^ quicklich gewesen. Weil ich von denAengstlichkeiten, die dir bisweilen überkom-men, etwas gehöret, so war ich deinetwegenbekümmert, ob es auch dem Gemüth zu welStörung verursachen möchte? da es dochnur seine natürliche Ursachen haben wird.Ich hätte dich darum gern einmal besucht,es wollte sich aber nicht schicken; weßwegendich nur herzlich und angelegentlich GOttanfopftrn und anbefehlen mußte: Er wirdswohl machen.

Was du von deinem Gemüth, und wasdarin vorgehet, meldest, ist mir zur Ver-gnügung ; ich kann mich innigst damit verei-nigen. GOtt ist es, der solches Gute indir wirket. Halte seinen Wirkungen still,daß er allein in dir lebe, und HErr undMeister werde: wo er dich auch sanft zu eini-gen Thaten der Anbethung, Üeberlaßung,Liebe und dergleichen beweget, da folge ru-hig, und nimm alles willenlos von,ihm an,wie dirs auch sepn mag; denn an uns ist-li! Zweit. B. IV. Th. G wenig

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