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Geistliche Briefe.
du aber, als eine Dienstmagd Christi, unterdesten Gehorsam stehest, und derselbe dirHaus und Kinder zu regiren anvertrauethat, so kannst du auch die Einsamkeit undStille nicht nach eigenem Gutdünken neh-men. Du mußt deinem HErrn Christo nachden Augen sehen. Gibt er dir ein Bißchen
Zeit, dann nimm es mit Dank an; will
stchs nicht schicken, und er gibt dir sonstwas im Hause zu thun: dann diene ihmauch darin mit aller Willigkeit; halte ihnaber bei der Hand unter den Geschafften,um nicht zu fallen, denn daran mußt du dichauch gewöbnen, und dich üben laßen. Duhast in allem und überall nur mir ihm zutbun, und er mit dir; wie er dir dann auchin allem und zu aller Zeit nahe ist, um fürdich zu sorgen: ach! das glaube kindlich,und lerne auch ihm nahe bleiben. Er, dersüße Heiland, weiß schon Mittel und Rath,deine natürliche Unart zu tödten; überlaßdich nur seiner Hand, und sorge um nichts,als nur, wie du ihm gefallen mögest. Ichgrüße dich herzlich, liebe Schwester, undbleibe durch Gnade
Dein
Mülkeim,den 4. Febr. 1759.
schwacher Mitpilger.
Der
Ah