Druckschrift 
Bd. 2 = Th. 4 (1799)
Entstehung
Seite
93
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IV.THeil. Z7ster Brief.

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Belustigung, das Vertrauen muß von allenDingen ab - und ausgehen, oder wir findendas Christkindlein nicht. Das Herz mußkeine angefüllte unruhige Herberge, sonderngleichsam ein abgesondeter, leerer, stiller Stallseyn; da findet JCsus Raum. L) Seelen!eine Kleinigkeit, mit Wissen und Willen ge-heget, kann den Platz einnehmen, den JE-sus einnehmen müßte. O! behaltets wohl,daß , wo vergängliches Vergnügen aus-geher, da gehet unvergängliches Vergnü-gen ein ; und sonst nirgend. Kommet', sowerdet ihrs sehen.

4. Liebet die Herzensdemurh , Klein-heit, Niedrigkeit, und Beugsamkeit. Wirwerden nach Bethlehems Stall, nicht nachden Palläsien Jerusalems gewiesen. AlleHochgesinntheit, alle Gedanken, als wennman etwas wäre; etwas zu wollen seyn; gernwollen (auch in seiner Frömmigkeit) ange-sehen, geliebet und vorgezogen seyn: alle der-gleichen Thorheiten stehen dem Kindlein JE-sus im Weg, daß es sich uns nicht gebüh-rend mittheilen kann. Durch etwas zu wol-len seyn fielen wir zur Höllen. Nichts zuwollen seyn ist der Weg zum Himmel. DerHöchste wird in Bethlehem der Kleinste; derReichste wird der Aermsie; der Mächtigstebeugt sich unter alles, und läßt sich herunterbis zu seinen Feinden. Q Seelen l demüthi-get euch, bücket euch, schicket euch unter allesund unter jedermann. EOtt wird ein Kind,