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Bd. 2 = Th. 4 (1799)
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Geistliche Briefe.

uns alles nur aufwecken und dienen laßen,weiter zu gehen zu Christo selbst, und nichtruhen, bis wir denselben, in der Kraft, inunserem Inwendigen gefunden haben. DieHirten harten englische Gesichter, Predigtund Musik gehört; aber sie wollten das Kind-lein selbst haben, und sprachen: Lasier unsnun hingeben, rc. Hätten wir auch schongroße himmlische Gaben; wir mäßen den Ge-ber selbst haben. Du hast mich zwar ange-blicher , und gelabt , rc. (Siehe tTleanderSeite 76.) Zwar sollen wir die Mürel,nämlich GOttes Werkzeuge, oder ihre schrift-liche und mündliche Zeugnisse nicht geringschätzen noch wegwerfen: nein! das sind gleich-sam die Engel, (Gal. 4, 14.) die uns denso nahen Heiland verkündigen, von seinerLiebenswürdigkeit uns ein Liedlein Vorsingen,und uns zum Bethlehem des Herzens Hinwei-sen. Nur sollen wir nicht dabei stehen blei-ben. Weder ein himmlischer noch irdischerEngel gibt uns das Heil. Wir müßen JE-fum haben.

3. Wir werden JEsum, und das gründ-lich bleibende Heil und Vergnügen in JE-su nimmermehr finden, als durch den Wegder Absagung und Verläugnung unsererSelbst und alles Vergänglichen. Die Hir-ten konnten unmöglich nach Bethlehem kom-men, oder sie mußten ihre Weide und ihreHeerden verlaßen, und dabei wagen: alsoauch wir nicht. Das Herz, die Liebe, die

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