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Der 28ste Brief.
An eine Freundin»,; Trostschreiben über das Ab-sterben einer Anvenvandtinn.
Herzlich geliebte Schwester!
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§Mit vieler mitleidigen Tbeilnehmung verneh-^ me ich heut auch das Absterben deiner
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Schwiegerinn. Wir sollen ja in dem allenGOttes heilige und untadeliche Wege anbe-then, und uns mit seinem Wohlgefallen (wel-ches nicht anders als gut seyn kann) zu ver-einigen suchen. Diese Gnade wünsche ich dir,liebe Schwester, wie auch den sämmtlichenlieben nachgelaßenen Kindern. GOtt beweisesich gegen sie, als ihr wahrer Vater, in Liebe,Fürsorge und Regirung! Und dieses wird ergewiß khun, wo sie nur als Waisenkinder,mit gebeugten Herzen ibre Zuflucht zu diesemUnsterblichen Vater nehmen, ihn durch seineGnade (die ich allen anwünsche) kindlich fürch-ten, herzlich lieben, und ihm in allem gehor-sam sind, so wie sein Wort und die Zuchtseines Geistes es einen jeden wird fühlen laßen.O! daß sie doch alleiammt, mit uns, bei sovielen und wichtigen Exempeln von der Nich-tigkeit dieses Lebens und aller zeitlichen Dinge,einen bleibenden Eindruck und Aufweckungbekämen, allen bezüglichen Traum der Eitel-keit
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