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Bd. 2 = Th. 4 (1799)
Entstehung
Seite
71
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IV.THeil. 27ster Brief. 71

siorbenheit ist; und daß sie nichts zu thunhaben, als nur zu bethen, und sich selbst zuverlaugnen.

Siehe, liebe Schwester! diese und der-, gleichen Puncte mehr, die sind es, wodurcheuer so jämmerlich geplagtes Herz allein zur! sicheren und bleibenden Ruhe und Vergnü-gung gelangen kann. O gebt euch doch dazuüber! Wagt die Natur und Eigenheit dabei,so wird GOtt helfen! Wenn ich an euer armgeplagtes Herz und jammervolles Leben denke,dann möchte ich blutige Thranen weinen vorMitleiden. Ihr suchet Freude und Gemachund findets nicht. Ihr wollt von Pein undUngemach los seyn, und kriegt es nur so vielmehr. Ihr legt die Schuld auf dieß und le-nes, auf diesen oder auf einen andern, undsie ist doch ganz in euch selbst. Euch selbst durchsiatige Verlaugnung absterben, und durchGebeth und Einkehr euch zu GOrc nahen,dadurch allein werdet ihr erlangen, was euerHerz wünschet. Diese Freude hoffe ich nochmit euch zu erleben, wozu GOtt Gnadeschenke!

Ich grüße ganz herzlich, auch euer» wer-then Mann, und die übrige liebe Kinder ins-gesammt; auch die hiesige grüßen. Bethetalle für mich. Ich bin

Euer

Mülheim, schwacher Mitbruder,den iz. 21ug. 1757.