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Bd. 2 = Th. 4 (1799)
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Geistliche Briefe.

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dennoch ganz gezwungen, dürre und frucht-los vorkommt: nur, damit man tief erkenne,daß alles vorige Bethen und Sammelnwahrt,ch von GOtt, und nicht unser eige-nes Werk gewesen sey, und daß man jetzteben auf das Bethen des Geistes GOttes innns mir demürhigem Vertrauen lerne war-ten. (Röm. 8, 26.) So wird öfters allesHören, und alles Lesen göttlicher Wahrhei-ten , worin man vorhin so großen Geschmackhatte, recht dürre, kraftlos und unverständ-lich, eben auch um das Selbstgefallen hier-in auszufegen. Und so gehts in allen denübrigen Stücken, wovon du einige benen-nest. GOrr will das Gure dir mehr neh-men, sondern das Verderben und die Ei-genbut will er ze: stören, welche in dem Gu-ten war. Du sollst nur gründlich erkennen,daß du so voller Elenden bist, von welcherkeinem du dir selbst helfen könnest; und,daß du nichts Gutes in dir habest, oder zu-wege bringen könnest, sondern alle deineHülfe und Heil allein aus GOtt und seinerGnade in dir kommen müße. Siehe,Schwester! wenn du in dieser Schule mit^demürhigem Warten und Vertrauen aus-hälst, und deine Lection so wohl gelernethast, daß du sie nicht leicht mehr zu' verges-sen Gefahr hast; dann gibt dir darnach derHErr alles auf einmal und mit Gewinnwieder, was du gedachtest verloren zu ha-ben: aber dergestalt gibt ers wieder, daß du^I

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