Druckschrift 
Bd. 2 = Th. 4 (1799)
Entstehung
Seite
43
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IV. Theil, r7ter Brief.

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wahrseyn, daß unter deinem vorigen GOtstesdienst manch subtiles unerkanmes Selost-gesuch soll untergelaufen seyn: allein, daßdu dem HErrn mchc andces soUcejl gediesner baden, (wie du schreibst) ul» um eige-nen Vergnügens und iduyens willen;das ist nicht wahr; ich kenne dich bester, uni-weiß, was GOtt an deiner Seele gethcmhat. Der Versucher gönnet dir deine Perlenicht, und daß du mir süßer Rübe und Verstrauen deinen Wandel führest: darum brockter immer so was ein; er zeigt dir die Spreu,die unrer dem Weizen ist, damit er nach sei-ner Art sichte, und du eins mit dem andernwegschmeißen sollest. Dem Hcilund mußtdu die Worfschaufel in der Hand und ihn mitdir machen laßen, im Geben und Nehmen,im Kommen und Gehen, und mit möglichsterZufriedenheit und Vergnügen all sein Thungutheißen. Vorsetzlich mußt du dich selbstnicht ansehen, noch dein Selbstgesuch auf-suchen, viel weniger, bei der Erfahrung desVerderbens und der Eigenheit, ängstlicherUnruhe und Muthloßigkeit statt geben, wel-ches nur Uebel ärger macht. Verlier dichnur wieder, sobald du dich findest. Schleußdein Auge sanft vor allem Bösen und Eige-nen zu, als vor einer dir unangenehmenund mchtswürdigen Sache, und kehre deinGlaubensgemerk süßiglich auf den, vonwelchem deine Hülfe kommt; und wann erdir winkt, dann ersenke dich (ohnerachter

du