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Bd. 2 = Th. 4 (1799)
Entstehung
Seite
42
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42 Geistliche Briefe.

nach seiner seligen Ewigkeit; darüber werdeseinem Namen hier und droben ein Hallelujagebracht! Ich denke, wir wollens bis zmnEnde mit GOrt beisammen aushalten.

Ja, Schwester! GOtt hat uns ausvielem heraus gerissen; wir erkennens nichtalles. Er hat uns vor vielem bewahret undbedecket; wir wissen wohl das Wenigste. Erhar uns vieles in vielen Stücken erwiesenund geschenket; wir schätzens nicht hochgenug. Und das Beßte und Meiste liegt nochfür uns in GOttes Herzen bewahret; wirsinds noch nicht fähig; doch sollen wirs zuseiner Zeit haben. Wir sollen nur gerrostaushalten, mit süßer Abgeschiedenheit, undmit süßem vertrauen. Ich sage gerrost;denn wann die Gnade einen vor und nachsein Verderben, Elend und Eigenheit, auchUn Geistlichen erkennen läßet, und die Hülfezu verziehen scheint: da kann der Versucher(sonderlich in Dürre und Dunkelheit) einengewaltig plagen, und Mutlosigkeit undZweifel an allem vorigen beibringen, daßeinem oft das Leben sauer wird.

Obiges hatte vorigen Posttag geschrieben,wurde aber (wie mirs täglich gehet) verhin-dert, das Brieflein zu vollenden, wie gernichs wollte. Seitdem bekomme dein Brief-lein vom 27ten September, woraus ich sehe,daß ich just in der dienlichen Materie mitdir war, worin ich nur muß fortfahren, unddir sagen: daß es zwar zum ^hcil wird

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