4» Geistliche Briefe.
nend, daß wir ihm wohlgefällig sepn mö-gen. Und da können gewiß bei einen, solchenSinne dem kindlichabgeschiedenen Geist diestärkende und lebendigmachende Einflüsse ausder Ewigkeit nicht ermangeln. Darum nocheinmal, getrost! bis wirs völlig erreichen.
Ob ich dich, lieber Bruder! gleich nichtmit der Feder besucht habe, so ist es dochdarum (auch bei aller Schwachheit und Ge-schafften) mit dem Geist nicht weniger, son-dern noch wohl mehr geschehen. Auf meinHerz und Liebe kannst du dich verlaßen; duweißt aber, womit du GOtt, und mich inGOtt, vergnügen kannst, nämlich wenn dudich seldik redlich dabei wagest, GOtt mitlauterer Absicht lrebest, und im Geist zu lebendich kindlich angewöhnest. Deine Leibes-schwachheit werde gesegnet!
Die Nachrichten, so vor und nach vomZustande dasiger Gemüther erhalten, warenmir angenehm; kann ich gleich jetzt nicht par-ticulier darauf antworten, so habe dennochalle und jede, nach ihren Umständen, mitvieler Angelegenheit JEsu, dem Oberhirtenaufgeopfert; und das thue ich noch in diesemAugenblick, vor seinem Angesichte. Grüßenach Geleaenheit einen jeden, als wenn ichalle mit Namen genennet hätte, und sageihnen das Obige, womit sie GOtt und michvergnügen können.
IEsus