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Geistliche Briefe.
dein Gruß angenehm, den ich ihr dort laßenmußte; sie grüßet herzlich wieder. Ich sehenoch mit Wohlgefallen, baß der Meister dichin der Arbeit hat: ja, ich sehe es, sowohldaß er inwendig noch sein Werk hat, alsauch daß äußerlich die Schickungen der Vor-sehung selbiges secondiren mäßen. Der HErrwird dich auch darunter stärken, daß du dichin allen Stücken möglichst passiv, beugsamund kindlich betragen könnest.
Folgende Wahrheiten mäßen jederzeitWahrheit bei dir bleiben: Du hast nur mirGDrr zu rbun; du hast dich ganz GGrcegegeben; Er ist dir (d. i. deinem Geiste)aus Gnaden gewogen. Soll er dich zumZiel der Vereinigung mir ihm führen , somußt du dich selbst verlaßen, verlaßen,verlaßen. Laßer uns dann auch GOtt, inseinen heiligen Absichten über uns, getrostsecondiren, oder doch nachgeben, so wirb eruns zu sich bringen, und uns in seinen Frie-den einnehmen; ein Friede, woran Natur,Eigenheit und Vernunft keinen Antheil haben.
JEsus besuche dich, an meiner Statt,in deiner Krankheit, von welcher jetzt mitlei-dig Nachricht erkalte. Lebe wohl, meinBruder, in GOtt, und liebe den, der alleunsere Liebe unendlich verdienet.
Di
A 2
ß!hj
Nu,
Mülheim,den 12. Aug. 1754.
Ganz der Deine inJEsu.
Der