Druckschrift 
Bd. 2 = Th. 4 (1799)
Entstehung
Seite
20
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Der 8te Brief.

Aufmunterung zur Treue in der Verlaugnun-und Gebelh.

Geliebte Freundinn und Schwester!

c^ch wünsche dir JEsum zum Gruß in deinHerz. Es iji mir sehr angenehm underquicklich, daß noch Liebe und Leben in dei-nem Herzen ist. Ich habe den lieben Heilandgeberhen, daß er dich kräftiglich besuchen undzusprechen möge.

Könntest du es erkennen, welch eine Freudees dem Heilande JEsu , und mir ist, wenndu recht munter und treu fortwandelst, soweiß ich, daß dir bald alle Trägheit vergehenwürde. Er, der füße JEsus, schauet immerdarauf, wie du es machest? Er ist so ganznahe bei dir; er verlanget, mit mir, so in-niglich darnach, daß du dich ihm immer völ-liger und gründlicher ergebest. Nun! so laßdich dann durch nichts aufhalten, damit dubald eine glückselige Kreatur werdest. Laßdeinen Sinnen und verderbten Lüsten in keinenDingen den Zügel schießen. Eine kleineTreue bringt oft eine große Kraft. Wir wer-den müde, und träg und kraftlos, wenn wirlangsam gehen: derhalben verläugne dichtreulich, und bethe viel, so wird dir beides im-mer

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Aj!

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