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Bd. 2 = Th. 3 (1799)
Entstehung
Seite
427
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III. Theil. lZ9ster Brief.

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sie sich mit ihnen über die erwiesene Gnadesteueren; ob sie sich aber nicht ein wenig inöffenrilcher Kirche oder vor den Leuten inhal-ten und mäßigen könnten, um der Unord-nung willen, und damit das Werk GOt-tes um so viel tiefer möchte gegründet wer-den, je weniger es solchergestalt Schau ge-stellet würde. Ich würde sie fragen, vor-nehmlich diejenigen, welche so gar freudigeBewegungen, Gelächter u. d. gl. hätten: obsie nicht bisweilen Regungen der Eigenliebeund des Selbstgefallens, solcher Dinge we-gen, in sich verspürercn? und sie freundlichdavor warnen, weil sonst das Gute leichtverdürbe, und dem Versucher Eingang gege-ben würde. Ich würde auch andere, zuwelchen ich glaubte, daß sie Vertrauen hät-ten, dazu gebrauchen, ihnen dergleichen Erin-nerungen zu geben, und glimpflich verhüten,daß sie, der außerordentlichen Dinge wegen,nicht zu sehr erhoben würden, sondern daßin allem nur auf das Wesentliche des Glau-bens, der Liebe, des Gebeths, der Verläug-nung , Summa der Herzens - und Lebens-veränderung gesehen würde. Was aber vonden Außerordentlichkeiten durch glimpflichesfreundliches Erinneren nicht verhütet werdenkann, oder, wo die Seelen ihrer selbst nichtmächtig sind, sich inne zu halten, da würdeich mich die Furcht GOttes auch zurück hal-ten laßen, etwas zu hindern, damit ichnicht schiene, den Geist zu dämpfen i Thess. s.

und