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Bd. 2 = Th. 3 (1799)
Entstehung
Seite
420
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420 Geistliche Briefe.

Gnade, wenn du dieses als eine große Gua-de erkennest und schätzest, auch wenn du dich Mgern so findest, wie du bist, und dir lieb ist,dich also zu finden, wie du im Grunde bist.Denn dieses ist das beste Mittel, daß du -idich im Grunde des Herzens beständig zu MJEsu wendest, und dem Zug der Gnade Otfolgest; ja, daß wir uns so, wie wir unsfinden, mit allem unserm Elend, Todigkeit,Finsterniß, Ungefühiigkeit, Härtigkeit und BZerstreutheit vor GOtt darstellen, dahin legen,und sagen:Siehe, oGOtt! also bin ich;

ich kann mich selbst nicht um ein Haar än-dem noch besser machen. O GOtt! welchein abscheulich, unrein, fluchwürdiges Nichtsbin ich! welches du noch zu dir ziehest mitverborgenen Zügen der Gnade; u. s. w. §Uebergib dich, mit völliger Uebergabe, an ^den getreuesten Vater, und in die vollkom- zr>mene Gnade JEsu , daß er dich führen und mzubereiten wolle nach seinem allerbesten undallerweisesten Belieben und Wohlgefallen, und !wie er es mit dir machen wird in Zeit undEwigkeit. Senke dich dann in sein Liebes- MHerz beständig, und bleibe darin, nicht hö-rend , was die finstere Vernunft und Welt ^Vorbringen und ausdenken mag. Er will uns ^durch Kreuz, von Innen und Außen, ihmgleichförmig machen, daß wir dem leidenden ^und armen JEsu sollen ähnlich werden, dernicht so viel in der Welt hatte, da er sein iiißHaupt hinlegte. Nun dann, liebe Schwe-

ster.