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III. Theil. i;6ster Brief.
rach der gründlichen Selbstverschmähungdavon austegen; ob wir gleich keineswegsunser Böses damit zu beschämen, sondern mitallem Fleiß zu vermeiden haben. Rom. 6, , 2 .Unser Nichts, im Lichc erkannt, wirketDemuth; aber eine Demuth, aufwelcye wirbisweilen ein wenig hochmüthig werben. UnserNichts aber, durch die Erfahrung erkannt,läßt der Eigenliebe keinen Schlupfwinkelübrig; man muß bloß da stehen, und seineSchande bekennen. Viele Menschen redenvon Verlaugnung der eigenen Gerechtigkeit,die noch wohl wenig oder keine Gerechtigkeithaben: aber bei treugesinnten Seelen schleichtdieses Gift am ersten mit ein, daß man inseine Treue, in seine Verlaugnungen, in seineTugenden und Gnaden, in seine Gebeths-übungen unvermerkt seine Gerechtigkeit undsein Vertrauen setzet, und nicht so bloß inGOtt allein; und da kann dann von dmccnnach der liebe Heiland mit unserm Koth unsdie Augen öffnen, wovon aber seine Wunder-Hand allein die Ehre, und wir die Schandehaben. Die Erfahrung unserer Schwachhei-ten, Elenden und unsers allgemeinen Nichtsmuß uns nicht kleinmüthig machen, sondernAnlaß geben, uns auszuleeren von uns selbst,uns selbst zu verlaßen, uns so viel nackter,und also auch so v.el wesentlicher in GOtt zukehren, damit er uns mit sich selbst erfülle,und alles das in uns werde, was wir selbstuicht haben oder leisten können. Und dabin