Der iz6ste Brief.
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Wie nöthig die Beharrlichkeit in der Uebung desGebcths und der Einkehr, sonderlich auch in s"Zeiten der inneren Entblößung, Dürre und AllDunkelheit sey. W
In der Gnade ZEsu werthgeschätzter Blieber Bruder! B >
5>b wir gleich schriftlich wenig correspondi-^ ren, so kann ich doch in Einfalt vor GOttsagen, daß ich dich liebe, und mich im Geistmir dir vereiniget finde, auch daß mir deinletzteres Schreiben vom i 7 ten Jan. angenehmgewesen. Ich merke zwar wohl, daß du direine zu schöne I6ee von mir machst; allein sojsts der Liebe Art, und ich wünsche mirs zunutz zu machen. Deine Gemüthsbeschaffenheit,wovon du mir ein und anders brüderlich eröff-nest, habe gesuchet und werde suchen, demHErrn in meinem Gebeth darzubringen, nachder Gnade, die ich von ihm selbst erwarte.
Daß die Beharrlichkeit in der Uebungdes Gebeths und der Einkehr von solcher Wich-tigkeit sey, kann uns, nächst der Erfahrung,bloß des Versuchers List und Bemühung, umuns davon abzulocken und darin träge zumachen, sattsam lehren. Er weiß, daß durchdiese selige Uebung allein sein finsteres Reich
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