Der i2zste Brief.
dlß Trostschreiben an eine Freundin» über das seligeAbsterben ihres leiblichen Bruders.
Hni- Lazarus, unser Freund schläft!
-lüi Meine liebe Schwester in ZEsu!
sanfte Einschlafen unsers l. BrudersKl, ^ I« P. beweget mich, dich bei jetzigenM, Umständen zum Trost zu erinneren an die obi-ge Worte unsers süßen Meisters, und daß jaM der sogenannre Tod der Gläubigen in Wahr-heit nur ein sanfter schlaf sei). Er schläftH und ruhet nun von aller Arbeit, Last und Lei-W den dieses Lebens, im Schooß der ewigen Lie-besmutter, wie ein Kind, das sich müde ge-weinet; wie ein Wandersmann, nach geen-digterReise, wie ein Kranker, nach überstan-,, denem Schmerz und Fieber, in einen erquick-lichen Schlaf einsinket. Nun ist es vorüber.' Nun wird er erquicket. Nun ist er in die^ Weite eingegangen.
Es sey denn ferne von uns, daß wir ihntodt zu seyn glauben! Sachte, liebe Schwe-ster, sachte! dein Bruder schläft. Wir wol-len nicht viel Weinens machen. Er rubeim Frieden! Das Vergnügen, mit ihmsprechen zu können, unter vielem Jammer undm Aa 4 Leiden,