Druckschrift 
Bd. 2 = Th. 3 (1799)
Entstehung
Seite
368
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Z68 Geistliche Briefe»

Eindrücke von dir oder deinem Stand habe, ^darauf baue ich so viel nicht; ich vergesse ^solches auch bald wieder. Nur, wann dumir so aufs Gemüth geleget wirst, dann ^opfere ich dich dem HErrn auf, daß erdich ansehen, und sich deiner annehmen, und §dir bas geben möge, was ich mir selber wün-scheu würde! ^

Du degedrest, nichts zu wollen, alsihm zu gefallen , wie du schreibest. Ja ! WAmen! es verschwinde, und werde durch die ^Liebes- und Kreuzesflammen verzehret, wo Wnoch ein anderes Wollen und Begehren Umöchte aufkommen wollen! In diesem Sinn ^allein wirst du, mit mir, deine Ruhe und Mdeine Seligkeit finden können. GOttes ewi-ge Liebe in Christo hat uns für sich erkau-fet und erwählet, und ist nun gewißlich inunserm Innersten unaussprechlich nahe undstats geschäfftig, (wir mögens wissen undsuhlen, oder nicht) uns ganz für sich hinzu nehmen, und nach seinem ewigen und Mliebsten Gefallen zu bereiten. Laßt uns ihm ^suchen nabe zu bleiben im Geist, damit er «sirunserer recht mächtig werde, und wir im MGeist den rechten Geschmack in seinen hei- Wiligen Wegen behalten, und unser eigenes DGefallen vergessen und hingeben mögen, um Eiüin fern Gefallen einzugehen! Denn das ver- 4»!sichere ich dich, mein lieber Bruder! wirst "«!j>du es nicht daselbst im Geist , mit mir fin- M,den, so findest du nirgend, was dich ver-

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