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Bd. 2 = Th. 3 (1799)
Entstehung
Seite
327
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III. Theil. rc,4ter Brief.

laßen. Wir können die zwei ä drei Tage die-^ ses elenden Lebens nicht nützlicher zubringen,ch ^ als im willigen Leiden. Sagst du: Ich binÄ'U nicht willig; dann kann ich dir nicht glauben.

GÖtt hat dir doch einen willigen GeistLn ^ gegeben, obgleich das Fleisch schwach ist.E« Aber das sagst du: Du fallest aus der einenSünde in die andere. Das wäre nun nichtM« gut, wenn es Wahrheit wäre; ich denke> aber, du machest dir in jetziger Finsterniß auchmanche fürchterliche Vorstellungen, und bildest^ dir Sünde ein, wo keine ist, sonderlich wenndu viel untersuchen und raisonniren willst.Dem sey, wie ihm wolle; in der Finsterniß^ kann man leicht Fehltritte thun, ob man siegleich nicht gerne thut: deßwegen bekenne dich,überall (ohne Untersuchen) schuldig. Ersenkedich mit Vertrauen m JEsum, so gut duk"kannst, und vergiß die Dinge dann wieder., Auf diese Weise erreicht GOtt seinen End-^Zweck durch deine Entblößung.

W'" Man verursachet sich aber in solchen Zu-ständen unwissend manche Fehler und Leiden,t"'^ eben dadurch, daß man nicht leiden will;davon kommt heimliche Unzufriedenheit, Trau-rigkeit, und Verdruß, welche Eigenschaftenman überall mit nimmt, und in alles einfüh-E ret, so daß einem vieles nicht recht ist, unddaher durch Unwillen manches versehen wird.E Sey derhalben nur zufrieden, liebe Schwe-le ^ sier, mit der gegenwärtigen Führung über dir!si'f, Eine Seele, die nicht Welt, nicht Sünde,

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