Druckschrift 
Bd. 2 = Th. 3 (1799)
Entstehung
Seite
317
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' M. Theil. is2ter Brief. 317

^ lich arm rc. so erwarte du auch von mei-nem , als meinem Gebet!) nichts Großes;alles aber von der unendlichen Liebe undBarmherzigkeit GOttes, der dich keines->«n!> jvegs laßen noch loslaßen wird.

«?!» Ich nehme in Wahrheit Theil an dei-nem jetzigen schmerzlichen und fürchterlichenzr l» Zustande; ich weiß, wie dir darin zu Muthseyn mäße; der HErr aber, dem wir unsergeben, weiß und siehets auch. Er hat die>IW drei Männer im feurigen Ofen unversehrterhalten; ich trau' es ihm zu, er werde dichauch in den Flammen der VersuchungenWA bewahren.

>k§» Wenn ich deinen Zustand in dem von. GOtt geschenkten Licht ansehe, so kann ich jetzt viel weniger fürchten, als in vorigerZeit; ich sehe GOttes Hand darin. Es ist>,» wahr, was du schreibest, du bist mehr andich selbst, als an dieß und das gebunden.W GOtt sey Dank! daß er dich solches mit>l,W Schmerzen fühlen laßt. Aber vielleicht bistM du an dich und in dir selbst gebunden aufd» N eine Art, die du noch nicht deutlich kennest.Wir sitzen am schädlichsten in Uns selbst geM-gen, durch die Liebe zu uns selbst, durchsVertrauen auf uns selbst, durchs ErwartenWB von uns selbst rc. Und solches denken wirlDs dann wohl nicht, weil dieses Selbst unterM einer ganz andern Larve vor unsere Augench« kommt. Wir sehen Unzufriedenheit über^ unser Böses, Kleinmüthigkeit, Mißtrauen8 an