Druckschrift 
Bd. 2 = Th. 3 (1799)
Entstehung
Seite
315
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HI. Theil. loister Brief.

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so lange gesuchet habest. GOtt ist es, wieich sage, der uns suchen macht; GOtt ver-gnügt sich in unserem Suchen. Wer GOttgefunden, der hat einen solchen Schatz gefun-den, welchen tausend Jahre gesucht zu haben,einem nicht zu viel noch zu lange dünken wird.Nur redlich fortgefahren, und nicht so baldermüdet! Man sucht durchgehends GOttlange, ohne ihn zu finden; und unvermuthetläßt er sich finden ohne Suchen.

Das Gingen des Abends mit deinemBruder rathe ich an, eben nicht abzubrechen;sondern unmaßgeblich erst ein wenig aus demNeuen Testament oder einem andern Buchezu lesen; sodann ein Liedchen singen: wornachsich ein jeder nur alsbald retiriren könnte, umin keine verstreuende Discourse zu gera-

then.-Seyd sämmklich von uns herzlich

gegrüßet.

Mülheim,den 8 . Aug. 1748.

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